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		<title><![CDATA[Podogedanken / Blog]]></title>
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			<title><![CDATA[Bewertungen und Werte]]></title>
			<author><![CDATA[Carmen Ball]]></author>
			<category domain="http://www.derzeh.de/blog/index.php?category=Gedanken"><![CDATA[Gedanken]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000007">Heute Morgen habe ich eine Mail erhalten, dass es eine neue Google-Bewertung zur Praxis gibt.<br>Schnell reingeschaut und? Entsetzen. Ein zweites Mal gelesen, dann miteinander besprochen.<br>Zuerst hier die Bewertung:<br><div><span class="fs11lh1-5 cf1 ff1"></span></div><div><b></b></div><div><b><br>V......</b></div><div></div><div>2 Rezensionen</div><div></div><div jsname="WjL7X" jsslot=""><button jscontroller="soHxf" jsaction="click:cOuCgd; mousedown:UX7yZ; mouseup:lbsD7e; mouseenter:tfO1Yc; mouseleave:JywGue; touchstart:p6p2H; touchmove:FwuNnf; touchend:yfqBxc; touchcancel:JMtRjd; focus:AHmuwe; blur:O22p3e; contextmenu:mg9Pef;mlnRJb:fLiPzd" data-idom-class="yHy1rc eT1oJ mN1ivc" aria-label="Optionen für Rezension von Vika Schmidt"><svg focusable="false" width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24"><path d="M12 8c1.1 0 2-.9 2-2s-.9-2-2-2-2 .9-2 2 .9 2 2 2zm0 2c-1.1 0-2 .9-2 2s.9 2 2 2 2-.9 2-2-.9-2-2-2zm0 6c-1.1 0-2 .9-2 2s.9 2 2 2 2-.9 2-2-.9-2-2-2z"></path></svg></button></div><div role="img" aria-label="Bewertung: 1,0 von 5"><svg focusable="false" width="12" height="12" viewBox="0 0 12 12"><path d="M6 .6L2.6 11.1 11.4 4.7H.6L9.4 11.1Z" fill="#fabb05" stroke="#fabb05" stroke-linejoin="round" stroke-width="1"></path></svg><svg focusable="false" width="12" height="12" viewBox="0 0 12 12"><path d="M6 .6L2.6 11.1 11.4 4.7H.6L9.4 11.1Z" fill="#dadce0" stroke="#dadce0" stroke-linejoin="round" stroke-width="1"></path></svg><svg focusable="false" width="12" height="12" viewBox="0 0 12 12"><path d="M6 .6L2.6 11.1 11.4 4.7H.6L9.4 11.1Z" fill="#dadce0" stroke="#dadce0" stroke-linejoin="round" stroke-width="1"></path></svg><svg focusable="false" width="12" height="12" viewBox="0 0 12 12"><path d="M6 .6L2.6 11.1 11.4 4.7H.6L9.4 11.1Z" fill="#dadce0" stroke="#dadce0" stroke-linejoin="round" stroke-width="1"></path></svg><svg focusable="false" width="12" height="12" viewBox="0 0 12 12"><path d="M6 .6L2.6 11.1 11.4 4.7H.6L9.4 11.1Z" fill="#dadce0" stroke="#dadce0" stroke-linejoin="round" stroke-width="1"></path></svg></div><blockquote><div><span class="fs11lh1-5 cf2 ff2">vor 1 Tag</span></div><div><span class="fs11lh1-5 cf3 ff2">NEU</span></div><div jscontroller="lgNNHf"><span class="fs11lh1-5 cf1 ff2">Ich habe telefonisch einen Termin für meine Mutter bei Dr. Ball vereinbart. Als sie dort ankam, wurde sie von einer sehr unfreundlichen Frau beschimpft, die behauptete, die Überweisung sei falsch ausgefüllt (obwohl das nicht der Fall war) und sie hätte keine Zeit für meine Mutter. Meine Mutter ist einfach nur schockiert. Das ist so unfreundlich. Ich bin fassungslos.</span></div></blockquote><div jscontroller="lgNNHf"><span class="fs11lh1-5 cf1 ff1"><br>Ok, die unfreundliche Frau bin dann ich. Da gab es wohl ein Problem mit dem Sender und dem Empfänger. Auf keinen Fall möchte unfreundlich wirken, dabei mache ich keine Unterschiede, wer da vor mir steht. Immer ist es mein Wunsch Entscheidungen zu erklären. Was nur dann gelingt, wenn mir zugehört wird und dass dann auch verstanden.<br>In diesem Fall stehen 2 Frauen vor mir. Eine spricht gut Deutsch, die andere hat nichts zu mir gesagt. </span></div><div jscontroller="lgNNHf"><span class="fs11lh1-5 cf1 ff1">Nun kann man mir nach fast 20 Jahren Berufserfahrung schon zutrauen, eine richtig oder falsch ausgefüllte Heilmittelverordnung (HMV) zu erkennen. Und diese hier war eindeutig falsch. Die obere Hälfte passte zu einem eingewachsenem Zehnagel, die untere war für eine podologische Komplexbehandlung = 1 HMV mit 2 verschiedenen Heilmitteln. Das ist nicht zulässig. Ein Arzt muss für jedes Heilmittel ( 1. einwachsender Zehnagel; 2. podologische Komplexbehandlung) ein eigenes Formular benutzen. Ein fehlerhaft ausgefülltes Formular sorgt für Absetzungen, das heißt: es wird die Behandlung nicht bezahlt.<br><br>Keine Zeit? Ja, jedes Heilmittel hat eine zeitliche Vorgabe der Krankenkasse. <br>Beispiel podologische Komplexbehandlung: Hier war auch Zeit eingeplant.<br>Eingangsbefundung (also Anamnese und Planung der zukünftigen Behandlungen mit entsprechender Dokumentation mindestens 20 Minuten, dann die eigentliche erste Behandlung zwischen 20 und 35 Minuten. </span><span data-text="true" class="fs14lh1-5 cf4 ff3">Dazu kommt jetzt noch die Zeit für Hygienemaßnahmen und </span><span data-text="true" class="fs14lh1-5 cf4 ff3">Terminierung</span><span data-text="true" class="fs14lh1-5 cf4 ff3">. Dann noch die Erfassung der </span><span data-text="true" class="fs14lh1-5 cf4 ff3">HMV</span><span data-text="true" class="fs14lh1-5 cf4 ff3"> für die Kassenabrechnung. Diese Zeit von ca. 45 Minuten war auch geplant.</span></div><div jscontroller="lgNNHf"><span class="fs11lh1-5 cf1 ff1"><br></span></div><div jscontroller="lgNNHf"><span class="fs11lh1-5 cf1 ff1">Jetzt noch die Behandlung des eingewachsenen Zehennagel.</span></div><div jscontroller="lgNNHf"><span class="fs11lh1-5 cf1 ff1">Erstbefundung 45 Minuten. Das ist Anamnese und Therapieplan. Nichts weiter, keine Behandlung.<br>Dann kommt das Setzen einer Nagelspange noch hinzu. Je nach ausgewählten Modell zwischen 30 und 125 Minuten. Das sind also im schnellsten Fall 1 1/4 Stunde.<br>Dann muss diese "schnelle" Lösung zum Fall passen, was zumeist nicht der Fall ist.<br>Dazu dann noch die Zeit der Folgeterminierung und wieder das Erfassen der HMV für die Krankenkasse.<br><br></span></div><div jscontroller="lgNNHf"><span class="fs11lh1-5 cf1 ff1">Jetzt kann man ja denken, "nach 20 Jahren ist die doch schneller" ja, wahrscheinlich sogar. ABER: Der Terminplaner muss diese Zeit auch nachweisen, in meiner Dokumentation muss ich die tatsächlich benötigte Zeit dokumentieren. Wenn jetzt Terminplanung und Dokumentation nicht übereinstimmen, ist das BETRUG! Das kann zu Absetzungen der betroffenen Behandlungen führen und somit zum nicht bezahlt werden. Wer möchte das? Abgesehen von Vertragsstrafen. <br>Hier der entsprechende Absatz der Verträge mit den Krankenkassen:</span></div><div jscontroller="lgNNHf"><span class="fs11lh1-5 cf1 ff1"><br></span></div><blockquote><div jscontroller="lgNNHf"><span class="fs11lh1-5"><i>Wird der Verstoß im Zusammenhang mit der Erbringung oder Abrechnung von 
Leistungen nach diesem Vertrag begangen, ist die jeweils betroffene 
Krankenkasse berechtigt, dem zugelassenen Leistungserbringer neben der 
Kürzung der Abrechnung nach § 18 Absatz 11 dieses Vertrages einen 
pauschalen Aufschlag in Höhe von 10 % des Kürzungsbetrags bei einmaligen 
Verstößen und einen pauschalen Aufschlag in Höhe von 20 % des 
Kürzungsbetrags bei wiederholten Verstößen in Rechnung zu stellen.
§ 18 Absatz 11 Satz 3 dieses Vertrages gilt entsprechend.</i></span></div></blockquote><div jscontroller="lgNNHf"><span class="fs11lh1-5"><i><br></i></span></div><div jscontroller="lgNNHf"><span class="ff4">Zum Abschluss noch einmal auf die Google Bewertung eingegangen:</span><span class="ff4"><br></span><span class="ff4">Ja, vielleicht ist meine klare und offene Art zu kommunizieren, oft nicht einfach zu verstehen.</span><span class="ff4"><br></span><span class="ff4">Ja, vielleicht hätte ich mich deutlicher ausdrücken müssen.</span><span class="ff4"><br></span><span class="ff4">Ja, vielleicht hätte ich mich selber um eine Änderung der HMV kümmern sollen.</span><span class="ff4"><br></span><span class="ff4">Wie viel Zeit hätte ich jetzt gehabt, um noch eine sinnvolle Behandlung zu erreichen?</span><span class="ff4"><br></span><span class="ff4">Und was hätte ich machen sollen? Welche Behandlung war jetzt gewünscht und sinnvoll?</span><span class="ff4"><br></span><span class="ff4">Was ist der wirkliche Auftrag des Arztes?</span><span class="ff4"><br></span><span class="ff4">Dann wäre noch die Möglichkeit, dass die Patientin in Vorkasse geht, sich um eine gültige Verordnung kümmert und dann verrechnet wird und sie ihr Geld erstattet bekommt (vorausgesetzt die HMV passt dann zur Behandlung).</span><span class="ff4"><br></span><span class="ff4">Am Ende wäre die Patientin immer enttäuscht worden oder ich um einiges Geld ärmer.....</span><span class="ff4"><br></span><span class="ff4">Jedenfalls setzt so eine Bewertung die Praxis im Ansehen herab. Das sollte immer bedacht werden und nicht im ersten Moment der Emotionen geschrieben werden.</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 07 Feb 2024 07:05:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Respekt]]></title>
			<author><![CDATA[Carmen Ball]]></author>
			<category domain="http://www.derzeh.de/blog/index.php?category=Gedanken"><![CDATA[Gedanken]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000006"><div>Wir wissen das alle noch, als im Frühjahr 2020 die Leute auf
den Balkonen standen und für die Pflegekräfte geklatscht haben. Verdient haben sie
es. Und die Versprechungen, die Ihnen gemacht wurden einzuhalten wäre eine
Selbstverständlichkeit. Leider ist es anders, wir wissen das alle.<br>
Das Pflegepersonal – egal ob Krankenhaus, Pflegeheim oder häusliche Pflege –
hat meinen ganzen Respekt. Mehr kann ich nicht geben.<br>
Aber? Respektiert das Pflegepersonal auch andere?<br>
Ich habe manchmal nicht den Eindruck.<br>
Als Podologin, die in die Pflegeheime geht, sich jedes Mal testen lässt, sich
über die Hygiene Gedanken macht, versucht alles so genau wie möglich zu machen,
sage mal: Wo bleibt denn der Respekt mir gegenüber?</div>

<div>Beispiele gefällig?<br>
Ein Besuch im Heim. Natürlich angemeldet. Ich warte ganze 45 Minuten, bevor
sich jemand zeigt, der mich testen will. Mit Wartezeit, die der Test braucht,
ist mal 1 Stunde weg. Das ist meine Arbeitszeit. Wenn die Bewohner Mittag essen,
soll ich fertig sein. Das wird dann schwierig.</div>

<div>Das gleiche Heim. Die Pflegekraft auf der Station öffnet mir
den Raum, in dem ich arbeiten kann / soll.<br>
Hier findet sich neben dem Gestell, um Bewohner zu baden noch 3 Rollstühle und
2 Nachtstühle. Wenigstens ein Waschbecken. Kein Mülleimer. Beim Aufschließen
trägt Sie die Maske UNTER der Nase. Ich mach Sie darauf aufmerksam mit den Worten:
„Ihre Maske ist verrutscht“. Die Antwort: „Egal, ich weiß schon, was ich tue!“
Die Maske hat sie NICHT gerichtet. Und ich sag mal: Nein, sie weiß nicht, was
sie tut. Oder bin ich nicht schützenswert? Oder alle, die ich noch an dem Tag
treffe?</div>

<div>Am selben Tag, nur in einer anderen Etage, stehen mehrere
Pflegekräfte beieinander und besprechen sich. Alle mit FFP2 im Gesicht, nur einer
hat sie in der Hand?? Warum?<br>
<br>
Anderes Heim, anderes Thema in Punkto Respekt.</div>

<div>Ich bin Podologin. Das ist ein staatlich geregelter
Ausbildungsberuf. Ich bin stolz darauf. Ich bin keine Fußpflegerin. Das ist
eine angelernte Tätigkeit. Das kann jeder machen. Egal, mit welcher Vorbildung.
Von Professor für Frühgeschichte oder als arbeitsloser Taschendieb #satirean –
das gilt auch für die „medizinische Fußpflege“ #satireaus<br>
Fußpflege ist kein staatlich geregelter Ausbildungsberuf.<br>
Wenn jetzt eine Pflegekraft zur Kollegin über mich (in meiner Anwesenheit) sagt
„da ist die Fußpflege für Herrn B.“ dann ist das schlichtweg falsch. Wenn ich
dann sage: „Ich bin Podologin“, dann erwarte ich keine Antwort wie ich sie
erhalten habe „das ist mir doch egal“ Ich sag ja auch nicht über die
Pflegekraft, dass sie nur die Helferin für Herrn B. ist. Das ist respektlos.<br>
<!--[if !supportLineBreakNewLine]--><br>
<!--[endif]--></div>

<div>Noch ein Beispiel?</div>

<div>Anderes Heim:<br>
Ich arbeite auf ärztlich verordnete Heilmittel. Damit ich das nach SGV
überhaupt darf, braucht es nicht nur meine persönliche Eignung eine (teure)
Ausbildung, eine (teure) entsprechende Praxis, sondern auch eine vom Arzt
korrekt ausgefüllte Verordnung. Wenn diese jetzt nicht korrekt ist, darf ich 1.
nicht arbeiten und 2. bekomme ich kein Geld dafür. Dann finde ich die Ansage
eines Pflegedienstleiters schon befremdlich, wenn dieser zu mir meint, ich soll
mich doch nicht so haben, ich bin doch eh grad da.<br>
Nein, der Deal ist folgender: Er kümmert sich um die Verordnungen für seine
Bewohner (ich darf das wegen SGV nicht) und ich komme dann extra mal an meinem
freien Tag in sein Heim. Aber zu erwarten, dass ich ja auch mal für lau
arbeiten kann ist was? Respektlos? Oder?<br>
<!--[if !supportLineBreakNewLine]--><br>
<!--[endif]--></div>

<div>Ich habe noch einige Beispiele, die uns Tag für Tag
begegnen. </div>

<div><!--[if !supportLists]--><span class="ff1">·</span><span class="ff1"> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;
</span><!--[endif]-->Arbeit neben der schmutzigen Allgemeintoilette</div>

<div><!--[if !supportLists]--><span class="ff1">·</span><span class="ff1"> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;
</span><!--[endif]-->Halbe Stunde warten, bis die Verordnungen
unterschrieben werden (ist grad Pause)</div>

<div><!--[if !supportLists]--><span class="ff1">·</span><span class="ff1"> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;
</span><!--[endif]-->Trotz Anmeldung mit dem Bewohner genau dann
spazieren zu gehen</div>

<div><!--[if !supportLists]--><span class="ff1">·</span><span class="ff1"> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;
</span><!--[endif]-->Im Corona Lockdown eben auch mal die ungelernte
Fußpflegerin an die Risikopatienten lassen.</div>

<div><!--[if !supportLists]--><span class="ff1">·</span><span class="ff1"> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;
</span><!--[endif]-->Die Liste geht noch länger, aber ich denke, Ihr
versteht.</div>

<div><br>
Respekt muss man sich verdienen. Egal, ob als Pflegekraft oder als Therapeut. <br>
Einfach mal drüber nachdenken.</div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 17 Mar 2021 16:46:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[medizinische Fußpflege?]]></title>
			<author><![CDATA[Carmen Ball]]></author>
			<category domain="http://www.derzeh.de/blog/index.php?category=Gesetze"><![CDATA[Gesetze]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000005"><div>Was erwarten Sie, wenn auf einer Visitenkarte steht </div><div><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1"> </span></div><div> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Lieschen Fußfee </div><div> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;medizinische Fußpflege?</div><div><br></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1"> </span></div><div>doch nichts anderes, als wenn da steht </div><div><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1"> </span></div><div> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;medizinische Fußpflegerin </div><div> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Lieschen Fußfee?</div><div><br></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1"> </span></div><div>und was, wenn da jetzt steht </div><div><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1"> </span></div><div> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Lieschen Fußfee </div><div> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Podologie?</div><div><br></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1"> </span></div><div>Jetzt werde ich Sie mal überraschen: </div><div><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1"> </span></div><div>Eine Podologin / ein Podologe ist genau das Gleiche wie eine medizinische Fußpflegerin / er. </div><div>Beide unterliegen dem Podologengesetz. Dies ist ein gesetzlich geschützter Titel, der mit der Ausbildung und der erfolgreichen Abschlussprüfung erworben wird. </div><div>Und was ist jetzt mit der "medizinischen Fußpflege" eben der Tätigkeit? </div><div>Die wird nicht geschützt. Und das öffnet den Lieschen Fußfees Tür und Tor sich hervorzuheben. Das tun sie dann auch fleißig. </div><div>Warum? </div><div>Um besser dazustehen als der Mitbewerber. </div><div>Um sich selber besser zu fühlen. </div><div>Um eine Rechtfertigung zu haben Dinge zu tun, die eigentlich verboten sind. Dazu gehören eingewachsene Zehnägel oder entzündete Hühneraugen. Man will ja keinen zahlenden Kunden wegschicken. </div><div><br></div><div>Auch die Kammerzugehörigkeit ist hier eine Frage. Fußpflege ist immer Handwerkskammerpflichtig. Wenn jetzt aber die Mitarbeiter in den Kammern sich nicht auskennen, dann kann man sich evtl. da mal rauswinden und in die vermeintlich günstigere Handelskammer einschreiben. </div><div>So kommt es, dass es Fußpflegen gibt, die zuvor nie eine medizinische Berührung hatten plötzlich medizinisch arbeiten. </div><div><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1"> </span></div><div><br></div><div>Und jetzt kommt der Hammer: </div><div>In vielen Ämtern ist der Unterschied auch noch nicht angekommen. </div><div>So wird den normalen Fußpfleger/innen erlaubt z.B. während der Coronakrise weiterzuarbeiten. Weil auf der Gewerbeanmeldung medizinische Fußpflege steht. Oft ohne die grundlegenden Basiskenntnisse über Hygiene. </div><div>So steht zum Beispiel auf d<span class="fs11lh1-5">er Homepage des Landes BaWü die Erlaubnis zur medizinischen Fußpflege! Ist das da wirklich gemeint? Ich denke da ist genau das passiert. Der, der die Regelungen aufgeschrieben hat, weiss um den Unterschied nicht und ist der Meinung, dass es eine "besondere" Qualifikation gibt. So eine Mischding zwischen kosmetischer Fußpflege und Podologie. Gibt es jedoch nicht.</span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1"> </span></div><div>und was passiert noch? </div><div><br></div><div>Jede Fußpflegerin, die einen eingewachsenen Nagel oder ein entzündetes Hühnerauge behandelt verstößt gegen das Heilpraktikergesetz. Das kann mit bis zu 2500.-- € bestraft werden, wahlweise 1 Jahr Gefängnis </div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 17 Apr 2020 07:00:00 GMT</pubDate>
			<link>http://www.derzeh.de/blog/?medizinische-fuszpflege</link>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Mundschutz drückt]]></title>
			<author><![CDATA[Carmen Ball]]></author>
			<category domain="http://www.derzeh.de/blog/index.php?category=Podo-Arbeit"><![CDATA[Podo-Arbeit]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000004"><div><span class="fs11lh1-5">Jetzt tragen Podologen ja schon immer Mundschutz, wenn sie am Patienten arbeiten. Da kommt es vor, dass das Gummi hinter dem Ohr irgendwann zum Gummiband zum drücken anfängt. Seit Corona tragen wir ja auch zwischen 2 Patienten den Mundschutz. Auch immer öfter privat, sei es im Bus oder beim Einkaufen.</span></div><div><span class="fs11lh1-5">Da hab ich letztens beim Fernsehen eine tolle Idee gesehen. Eigendlich ging die Sendung um eine Intensivkrankenschwester in New York. Aber die hatte was auf dem Kopf, das ich toll fand und habe es heute nachgearbeitet. Schaut auf meine Bilder. Männer können alternativ eine Mütze, oder eine OP-Haube benutzen.</span></div><br></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 07 Apr 2020 07:40:00 GMT</pubDate>
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			<link>http://www.derzeh.de/blog/?der-mundschutz-drueckt</link>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Man muss sich kümmern]]></title>
			<author><![CDATA[Carmen Ball]]></author>
			<category domain="http://www.derzeh.de/blog/index.php?category=Podo-Arbeit"><![CDATA[Podo-Arbeit]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000002">Aus dem Alltag, <div>oder wenn man mitdenkt</div><div><br></div><div>Das Jahr geht zu Ende. Aber die Arbeit ist damit nicht am Ende. 😊</div><div>Am 04.01.19 ist geplant ein Altenheim zu besuchen.</div><div>Wer seine Pappenheimer kennt arbeitet vor. Also am 14.12. mit einer Liste schon mal im Heim angekündigt, wer eine neue HMV benötigt.</div><div>4 Personen, alle auf derselben Etage. Gleich mitgeteilt, dass ich am 20.12. vorbeikomme um die noch im alten Jahr abzuholen. Warum?</div><div>Dann kann ich gleich nach Fehlern beim Ausstellen suchen und mir werden diese noch in diesem Jahr geändert. Weil: am 04.01. sind die Ärzte ja noch im Urlaub und Rezepte vom Vorquartal -jahr werden nicht geändert. </div><div><br></div><div>Wie ist es gelaufen?</div><div>Ich komme an. Erhalte 3 HMV. 2 angeforderte, 1, wo ich die Patientin nicht kenne.</div><div>Von den 3 sind 2 fehlerhaft ausgestellt. Ich würde kein Geld für die Arbeit bekommen. Insgesamt 12 Behandlungen mit Hausbesuch. Also vom Heim aus angerufen und die fehlenden 2 angemahnt. Mit den Worten: „Ich bin in 10 Minuten da und hol die ab.“</div><div>Gesagt, getan. Bei Arzt 1 vorgesprochen. Es fehlt die Diagnose, der Schlüssel ist auch falsch. Böse Blicke geerntet. Um die Spannung zu senken biete ich an, dass ich erst noch zur anderen Praxis gehe (1 Aufgang weiter) das da kläre und wiederkomme. Dann hat Praxis 1 Zeit die HMV zu ändern. OK 😊</div><div>In Praxis 2 stellt sich raus, dass die unbekannte Patientin gar keine entsprechende Diagnose hat und daher kein Anrecht auf eine Behandlung über Verordnung. Namen notiert, muss ich im Heim angeben. </div><div>Die anderen Verordnungen waren trotz Anruf noch nicht ausgedruckt. Warten, dann hab ich sie endlich. UND? Wieder fehlt was. ☹ Also nochmal. Erklärt was drauf MUSS. Ärztin kommt dazu. Der auch erklärt. Dann endlich hab ich meine 2 HMV.</div><div>Zurück in Praxis 1. Da ist auch noch nichts passiert. Wieder dem Arzt erklärt. Der erläutert mir seine Software vom PC. &nbsp;Nach dem Gespräch verspricht er mir, dass schnell zu ändern.</div><div>Nach 15 min kommt er dann wieder.</div><div>Insgesamt hat mich das 2 Stunden Zeit gekostet. Wenn ich das nicht auf mich genommen hätte, wären folgende Dinge gewesen:</div><div><br></div><div>1.	Ich hätte einfach gearbeitet und die Krankenkasse hätte mir die Behandlungen nicht erstattet.</div><div>2.	Ich hätte mir das vom Patienten privat zahlen lassen. Jedoch sind die Taschengeldempfänger im Heim nicht in der Lage das zu zahlen.</div><div>3.	Ich hätte einfach nichts getan. Nicht gekümmert, nicht behandelt. Dann hätten die Patienten Probleme bekommen können.</div><div><br></div><div>Verlierer gibt es in dem System immer.</div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 20 Dec 2018 10:28:00 GMT</pubDate>
			<link>http://www.derzeh.de/blog/?man-muss-sich-kuemmern</link>
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		</item>
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			<title><![CDATA[Es tut sich was?!?]]></title>
			<author><![CDATA[Carmen Ball]]></author>
			<category domain="http://www.derzeh.de/blog/index.php?category=Gesetze"><![CDATA[Gesetze]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000001">Es tut sich was?!?<div>Schön öfter hab ich hier geschrieben, was sich in Beruf der Podologen nach meiner Meinung ändern müsste.</div><div>Angefangen von der Vergütung der Krankenkassen, über den bürokratischen Aufwand bis zur Ausbildung.</div><div>Mein erster Blogbeitrag ist hier aus dem Jahr 2014. Und es tut sich was. 😊</div><div><br></div><div>Viele Therapeuten haben sich zusammengeschlossen. Denn es geht nicht nur den Podologen so, sondern den Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und den Logopäden auch. Auch hier stimmt vieles nicht. Seit diesem Zusammenschluss tut sich was. Während sich die vorhergehenden Gesundheitsminister noch vor den Therapeuten (und anderen Berufsgruppen) versteckt haben, ist der Jens Spahn in Dialog mit den Angehörigen der verschiedenen Berufe gegangen. Es ist ihm bewusst, dass sich im Gesundheitswesen viel ändern muss. Er geht auch Vieles an. Es wird jetzt von ihm erwartet, dass er allen Bitten und Wünschen entsprechen kann. Und zwar schnell. Das kann keiner. Er ist Politiker und nicht der Weihnachtsmann von der dunklen Limo.</div><div>Forderungen stellen:</div><div><ul><li>Krankenpfleger<br></li><li>Altenpfleger<br></li><li>Sanitätsdienste<br></li><li>Hebammen<br></li><li>Hilfsmittelerbringer<br></li><li>Apotheker<br></li><li>Sozialverbände<br></li><li>Ärzte<br></li><li>Krankenhäuser<br></li><li>Bestimmt noch ein paar, die mir grad nicht einfallen<br></li><li>Und? …….. Therapeuten!<br></li></ul></div><div>Bei allen tut sich was. Was sich bei uns tut werde ich hier kommentieren</div><div><hr></div><div>Am Anfang steht die Ausbildung:</div><div>Bisher:</div><div>Der Schüler hat sich eine Schule gesucht. Diese hat er selber gezahlt. Bei einer Vollzeitausbildung 2 Jahre. In dieser Zeit gibt es wenig bis keine Möglichkeit Geld zu verdienen. Das bedeutet: Kein Einkommen – Keine Krankenversicherung – Keine Altersvorsorge. </div><div>Neu: </div><div>Die Schule wird demnächst vom Staat übernommen. Der Rest bleibt.</div><div>Meine Meinung:</div><div>Es sollte sich zusätzlich noch ändern, dass die Schüler nicht mehr für Sozialversicherung selber aufkommen müssen. Als Ausbildungsberuf (analog einer Verkäuferin oder einer Krankenschwester) über einen Anstellungsvertrag mit einer Praxis. </div><div><hr></div><div>Das große Thema, die Vergütung über die Krankenkassen: </div><div>Bisher:</div><div>Nur diabetisches Fußsyndrom ist eine zugelassene Diagnose. Die Vergütung in der BRD ist unterschiedlich nach Krankenkasse, Bundesland geregelt. Ich gehe jetzt von AOK in Bayern aus (hier gibt es die höchsten Vergütungen)</div><div>Im Jahr 2013 lag die Vergütung für eine podologische Komplexbehandlung bei 27,50 €; ab dem 01.01.2014 gab es dann 0,40 € Erhöhung oder auch 1,1%! Dafür wurde das öffentliche Leben stillstehen, weil der Streik nicht enden würde. Zum 01.01.2015 gab es dann eine Erhöhung von 27,90 auf 28,40 € oder auch 0,50 € oder auch 1,3%. Aber eben 1,irgendwas von wenig ist einfach wenig.</div><div>•	Miete</div><div>•	Krankenkasse</div><div>•	Haftpflichtversicherung</div><div>•	Fortbildungen</div><div>•	Praxisausfall</div><div>•	Rücklagen</div><div>•	KFZ-Kosten</div><div>•	Strom</div><div>•	Müll</div><div>•	Wasser</div><div>•	Gehälter</div><div>•	Lohnnebenkosten</div><div>•	Geräteanschaffung, - wartung</div><div>•	Steuerberater</div><div>•	Finanzamt</div><div>•	und Vieles andere </div><div>Das macht im Monat je nach Praxis 4000 bis 5000 € oder mehr aus. Verdient ist da noch nichts. Wie kommt es zu so wenig Erhöhungen? Die Leistungen aller Erbringer sollen kostenneutral bleiben, das heißt keine Erhöhung soll die Beiträge der Versicherten erhöhen. Daher wurden diese an die Grundlohnsumme (Wikipedia) gekoppelt.</div><div>Neu:</div><div>Im Jahr 2017 wurde die Bindung an die Grundlohnsumme für 3 Jahre ausgesetzt. Das war ein Versuch, ob die Kosten gleich ins Unermessliche wachsen.</div><div>So konnte jetzt für die Jahre 2017 bis einschließlich 2020 eine Stufenweise Erhöhung um insgesamt 4,80 € (nicht gleich, sondern jedes Jahr ein Häppchen. Insgesamt 16,16 % </div><div>Ganz neu:</div><div>Die Bindung von der Grundlohnsumme entfällt sofort ganz. Jetzt sind die Verbände gefragt zu Gunsten der Therapeuten zu verhandeln und die Krankenkassen müssen die Notwendigkeit erkennen. Das ist nicht mehr Aufgabe der Politiker. Hier gilt wie alles in der freien Wirtschaft. Die Verbände übernehmen da die Aufgabe der Gewerkschaften und die Krankenkassen der Arbeitgeber.</div><div>Weiterhin sollen die Unterschiede für alle Bundesländer entfallen. Somit erhält der Therapeut in Mc-Pom das Gleiche, wie der Therapeut in München. Wer sich dann besser stellt, kann sich Aufgrund der unterschiedlichen Lebenshaltungskosten selber errechnen.</div><div><hr></div><div>Versprochen wird weiterhin:</div><div><hr></div><div>Weniger Bürokratie! </div><div>Wie will die Bundesregierung das bewerkstelligen stellt sich mir die Frage:</div><div>Wenn ich von den Krankenkassen für Leistungen Geld erhalten will, muss ich eine Abrechnung erstellen. Wünschenswert wäre hier die Entbindung von der Arztkontrolle. Jedes Rezept muss darauf geprüft werden:</div><div><ul><li>Welcher Patient<br></li><li>Kopfbereich vollständig ausgefüllt: Arztnummer, Praxisnummer<br></li><li>Ausstellungsdatum nicht älter als - - Abgleich mit Beschränkung über – Behandlungsbeginn spätestens.<br></li><li>Hausbesuch ja – nein<br></li><li>Heilmittel – Verordnungsmenge –<br></li><li>Indikationsschlüssel passend zum Heilmittel<br></li><li>ICD10Code als Schlüssel zur Diagnose / Diagnose vollständig (Es gibt bei uns nur eine Diagnose, dennoch schaffen es hier nur 75% alles Nötige anzugeben)<br></li><li>Stempel? Unterschrift?<br></li></ul></div><div>Wenn nur ein Teil falsch ist, wird die Verordnung ersatzlos gestrichen. Patient nicht behandeln ist auch keine Lösung, da der Termin ja freigehalten ist und somit Ausfall bedeutet. </div><div><span class="fs11lh1-5"><b>Der Arzt wird hier nicht belangt.</b></span></div><div><br></div><div>Weiterer Bürokram:</div><div><ul><li>Dokumentation der Behandlungen<br></li><li>Therapieberichte (Porto wird nicht vergütet)<br></li><li>Einnahmen / Ausgabenbuchungen<br></li><li>Kontoführung Eingänge und Abgänge kontrollieren<br></li><li>Personalstunden erfassen<br></li><li>Personalkosten erfassen<br></li><li>Protokollführungen wie Hygieneprotokoll, BG Schulungen des Personals<br></li><li>Kostenkontrolle<br></li><li>Vertragswesen<br></li><li>Waren- und Bestandskontrollen – Bestellungen<br></li><li>Steuererklärung<br></li></ul></div><div><hr></div><div>Direktzugang:</div><div>In einigen Bereichen und Ländern seit einiger Zeit in Erprobung. Schwieriges Thema:</div><div>Was darf direkt vom Therapeuten durchgeführt werden? Auch bei einer Diagnose vom Arzt stellt sich die Frage der Kostenkontrolle. Wer kann durch die Krankenkassen belangt werden, wenn zu viel ??? behandelt wird? </div><div><br></div><div>Bei Podologen ist es zurzeit noch einfach: eine Behandlung alle 4-6 Wochen, wenn der Arzt ein diabetisches Fußsyndrom feststellt. Mehr haben wir (noch) nicht. &nbsp;Die Frage ist dann nur Teilbehandlung oder Komplexbehandlung?</div><div> Es wird Zeit, dass der Heilmittelkatalog den realen Bedingungen angepasst werden. Darüber hatte ich auch schon mal geschrieben: Hier die Zusammenfassung:</div><blockquote><blockquote><blockquote><div>Großen Bedarf gibt an einer Nachverhandlung mit den Krankenkassen über zumindest folgende Heil-, bzw. Hilfsmittel, die in den podologischen Katalog aufgenommen werden sollten:</div></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><div><span class="fs11lh1-5">Podologische Komplexbehandlung bei anderen Risikopatienten/Erkrankungen als nur Diabetes mellitus</span></div></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><div><span class="fs11lh1-5">Chemotherapie</span></div></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><div><span class="fs11lh1-5">chron. Schmerzpatienten</span></div></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><div><span class="fs11lh1-5">Apoplex</span></div></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><div><span class="fs11lh1-5">Zustand nach Unfällen</span></div></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><div><span class="fs11lh1-5">Warzenbehandlung</span></div></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><div><span class="fs11lh1-5">Clavibehandlung &nbsp;und vieles mehr</span></div></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><div><span class="fs11lh1-5">Orthonyxiebehandlung</span></div></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><div><span class="fs11lh1-5">Orthosen</span></div></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><div><span class="fs11lh1-5">Druckschutz</span></div></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><div><span class="fs11lh1-5">Wundverbände und Material</span></div></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><div><span class="fs11lh1-5">Kompressionsstrümpfe anmessen</span></div></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><div><br></div></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><div>Vergütung</div></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><div>Leider ist die Vergütung durch die Krankenkassen am unteren Ende der Möglichkeiten.</div></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><div>Die Zahlen müssen entweder um mind. 30% angehoben werden und es müssen einige Artikel als Praxisbedarf – wie in der ärztlichen Praxis üblich – über die KK abgerechnet werden.</div></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><div>Zu diesen Artikeln zähle ich</div></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><div>• Verbandsstoffe</div></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><div>• Desinfektionsmittel</div></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><div>• Druckschutz</div></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><div>• etc.</div></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><div>Nicht zu vergessen den nicht unerheblichen Kosten- und Zeitfaktor Hygiene, der Im Jahr mit mehreren Tausend Euro zu Buche schlägt. Daher wäre eine eigene Position dafür dringend notwendig.</div></blockquote></blockquote></blockquote><div>Aber auch hier ist nicht die Politik, sondern die Verhandlungen zwischen Krankenkassen und Verbänden dringend von Nöten. Auch Ärzte sollten hier gehört werden, denn nur MIT den Ärzten in Zusammenarbeit kann man für das Wohl der Patienten arbeiten. Die Ärzte müssen davon überzeugt werden, dass wir Ihnen nichts wegnehmen, sondern die Arztpraxen entlasten.</div><div></div><div><hr></div><div>Einen großen Fehler seiner Vorgänger kann Herr Spahn schlecht zurückdrehen. Die Privatisierung des Gesundheitssystems. Mit der Gesundheit darf kein Aktiengewinn oder Gesellschafterausschüttungen gemacht werden.</div><div><br></div><div>Es gibt noch viel zu tun. Wir dürfen nicht aufhören auf Missstände hinzuweisen. Aber es gibt auch keinen Grund nur rumzumeckern, weil es nicht genug ist. Der Anfang ist gemacht. Wir müssen unsere Verbände bei weiterer Arbeit unterstützen, denn nur das ist der Weg: Ein Weg, der nur gemeinsam beschritten werden kann.</div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 23 Sep 2018 08:25:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[36°C und dann noch Hausbesuch]]></title>
			<author><![CDATA[Carmen Ball]]></author>
			<category domain="http://www.derzeh.de/blog/index.php?category=Podo-Arbeit"><![CDATA[Podo-Arbeit]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000000">Hausbesuch<div>Ein Tag bei 36°C</div><div><br></div><div>Früh, so früh wie möglich los, damit es noch nicht sooo heiß ist. Um 7.30 Uhr sind 23°C.</div><div>Das wird ein langer Tag</div><div><br></div><div>Um es einfacher zu machen, nenne ich die Personen bei fiktiven Vornamen.</div><div>Ins Auto einpacken um 7.00 Uhr: den Koffer mit dem Motor und Kleinkram wie 4 Sorten Desinfektionsmittel, Pflegecreme, Verbandstoffe und einige Kleinigkeiten. Dann noch eine Sporttasche mit Fußstütze, Verlängerungskabel, Handschuhbox, Mundschutz, Schreibzeug, Quittungen. Dann noch das Claxmobil – ein zusammenfaltbarer Wagen, um alles in den Heimen zu transportieren. Dazu kommt dann noch ein großer Korb mit Instrumenten und Abwurfbehältern für die benutzen Dinge. Karteikarten nicht vergessen.</div><div><br></div><div>Und ganz wichtig: Kühltasche mit Wasser!</div><div><br></div><div>Nach 3x hin und her laufen ist alles drin und los geht der Tag. Ziel ist es um 7.30 Uhr im ersten Heim anzukommen. Geplant sind 2 Heime. </div><div>Ankunft im ersten Heim. Alles wieder aus dem Auto rausräumen. Im Schwesternzimmer melden. Ich brauche 4 HMV. Das Heim weiß Bescheid, ich hab ja vor 10 Tagen ein Fax geschickt und mich angemeldet. Nicht viel Sucherei und die Schwester hat gefunden was ich brauche. Kurz klären, ob alle anwesend sind oder im Krankenhaus oder auch verstorben. Ist jemand neu? Gab oder gibt es Probleme? Dann los.</div><div><br></div><div>Die Bewohner sind teilweise grad beim Aufstehen oder schon beim Frühstück. Diese Zeit möchte ich ausnutzen und mich um bettlägerige Patienten kümmern. </div><div><br></div><div>Die erste ist Erika. Nagelschnitt – Sie bekommt nichts mit. Die Demenz ist so weit fortgeschritten, dass Sie am Leben nicht mehr teilnehmen kann. Sie liegt ruhig im Bett. Handtuch holen, unter die Füße legen, desinfizieren. Ich in die Handschuhe – das ist ein Problem, ich schwitze. In den Räumen sind über 25°C. Ich trage lange Hosen, geschlossene Schuhe mit Strümpfen und ein T-Shirt. Aber egal, da muss ich durch. In vorgebeugter Haltung versuche ich jetzt die Nägel zu schneiden und zu beschleifen. Das geht auf den Rücken. Ich kann zwar das Bett hochfahren, jedoch muss ich mich so vorbeugen, dass mein Oberkörper einen 45° Grad Winkel halten muss bis ich fertig bin. Abstützen geht leider nicht. Erika reagiert nicht – nicht auf meine Ansprache und nicht auf meine Berührung. Zum Abschluß noch die Füße eincremen. Bett wieder runterfahren, damit nichts passiert, auch wenn Sie sich nicht selbständig bewegen kann. </div><div><br></div><div>Schnell den Koffer desinfizieren. Im Bad kaltes Wasser über die Hände laufen lassen. Mir selber läuft das Wasser den Rücken lang. Dann zu Uschi.</div><div>Uschi ist auch Demenz. Leider die Form, bei der die Patienten aggressiv werden. Als ich bei Ihr im Zimmer stehe beschließe ich Uschi später zu behandeln. Sie hat sich in der Nacht gedreht und liegt mit den Füßen an der Wand. Da, wo sonst der Kopf liegt. Allen drehen ist nicht drin. Weder, dass ich das kann, noch werde ich die Verantwortung übernehmen. </div><div><br></div><div>Jetzt fällt mir Kunigunde ein. Die sitzt noch nicht am Frühstückstisch. Beim letzten mal hat sie mich ewig warten lassen. Sie möchte kleine Machtspielchen ausüben 😊. Frühstück ewig in die Länge ziehen, Toilettengang, obwohl nichts kommt. Sie sitzt lieber 1 Stunde auf dem Klo, bevor Sie sich behandeln lässt. Diesmal will ich sehen, ob sie noch im Bett ist. Dann kann Sie mir nicht aus. Glück gehabt, es klappt. Jetzt genauso wie bei Erika. Nur, dass wir uns unterhalten können. Ich schwitze, die Brille rutscht.</div><div><br></div><div>Jetzt sind einige mit Frühstück fertig. Also dem Patienten Bescheid geben. Dann meine Sachen ins Zimmer räumen. Patient aus dem Frühstücksraum holen in Sessel oder Rollstuhl so platzieren, dass ich gegenüber Platz nehmen kann. </div><div><br></div><div>Erst Renate. Rollator – langsam – sehr nett. Die Füße sind schon früh massiv geschwollen. Rollnägel. So sehr eingedreht, dass sie unten schon wieder zusammentreffen. Ganz vorsichtig arbeiten. Geschafft. Renate bleibt im Zimmer uns schaut TV.</div><div><br></div><div>Jetzt der Karl. Karl sitzt im Rollstuhl. Massive Durchblutungsstörung. Beim letzten Mal habe ich unter dem Großzehnagel ein Druckgeschwür (Ulkus) gefunden. Der Arzt hat sich seitdem darum gekümmert. Der Zeh ist eingebunden. Nach 5 Wochen nicht verheilt. Ich kümmer mich um den nichtverbundenen Teil der Füße. </div><div><br></div><div>Jetzt die Gisela. Gisela ist neu. Sie liegt im Bett, weil sie nicht aufstehen möchte. Sie könnte schon, wenn sie nur wollte. Die Fußpflege ist einfach, Sie war vorher schon immer bei einer Kollegin und somit sind die Füße mit einer guten Grundpflege. Nur wieder mein Rücken. Gisela wird noch zeitaufwändig. Der Arzt hat das falsche Formular benutzt um für die Verordnung der Behandlung. Er weigert sich das Rezept gültig auszustellen. Das muss Gisela jetzt privat bezahlen. Auch ein Gespräch mit Arzt und Krankenkasse ändert das nicht.</div><div><br></div><div>Zurück zu Uschi. Sie liegt jetzt richtig rum. Ich kann arbeiten. Wieder 45° Winkel. Uschi zieht die Beine weg. Uschi schimpft. Uschi will Ihre Ruhe. Ich mach das Nötigste. Nur beim Eincremen wird sie ganz ruhig. Das gefällt ihr. &nbsp;Ganz wichtig ist, das Bett wieder runterzufahren. Vor dem Bett liegt eine Matratze auf dem Boden. Uschi fällt öfter aus dem Bett. Trotz Bettgitter.</div><div><br></div><div>Meine Wasserflasche ist leer, die Brille braucht einen Haken auf der Nase. Sie ist nur am Rutschen. Das Wasser läuft mir aus den Handschuhen. </div><div>Jetzt ins Obergeschoss.</div><div><br></div><div>Hier geht es von vorn los, nur, dass keiner mehr im Bett liegt. Also laufe ich von Zimmer zu Zimmer. Ich suche meine Patienten. 2 sind im Untergeschoß bei der Beschäftigung. Eine Schwester und ich fahren gemeinsam runter und holen die Beiden. Die kennen mich und freuen sich mich zu sehen. Ein kleines Gespräch entwickelt sich bei der Behandlung. Heinz erzählt, dass er am letzten Samstag ein Bier auf dem Fest in der Stadt getrunken hat. Er war richtig glücklich über den Tag und hat mir das immer wieder gesagt. Gertrud hingegen hat ständig Angst, dass sie ja kein Geld hat um mich zu bezahlen. Immer, wenn ich Ihr sage, dass die Krankenkasse dafür aufkommt freut sie sich und hat es jedoch im selben Moment wieder vergessen. So geht ein endloses Gespräch im Kreis und ich erzähle ihr bestimmt 10x, dass die Krankenkasse zahlt.</div><div><br></div><div>Dann noch Erika. Vor vielen Jahren habe ich in einem anderen Beruf mal mit Erika gemeinsam im Büro gearbeitet. Sie erkennt mich nicht mehr. Sie weiß nicht, wo sie sich befindet. Sie darf keinen Moment allein bleiben. Fluchtgefahr. Erika ist auch dement. Wir hören immer wieder mal Aufrufe im Radio, dass ein Senior gesucht wird, der sich verlaufen hat. Erika wäre so ein Fall. Also abholen und am Ende bei der Schwester wieder abliefern.</div><div><br></div><div>Jetzt noch alle Karten beschriften. Von den Schwestern die Rezepte unterschreiben lassen. Kurz für deren Dokumentation berichten, ob was los war (alles OK) </div><div>Dann noch in der Verwaltung meine Datenschutzerklärungen abholen, diese sind entweder von den Kindern, welche die Betreuung haben oder einem gesetzlichen Vertreter unterzeichnet.</div><div><br></div><div>Meine 2 Flaschen Wasser sind inzwischen leer. Hier im Dorf gibt es einen Discounter. Da bekomme ich eiskalte Cola und eine Laugenstange. Das ist mein Mittagessen während ich zum nächsten Heim fahre. </div><div><br></div><div>Hier wiederholt sich das Geschehen vom Vormittag. Anna, Bertha, Sofie, Marie, Herbert, Carola, Barbara, Helga und Sonja. Der Unterschied ist, dass ich im Bad und nicht im Zimmer arbeite. 2 Stühle aus dem Aufenthaltsraum holen. Toilettenstühle wegräumen. Fenster auf. Die Leute ranholen und wieder zurückbringen. Alles ist dabei. Lustige, schwer zu Verstehende nach Schlaganfall, Traurige, Hypersensibele, Austretende, Schimpfende. Heute waren alle etwas besser drauf. Es gab Eis. Für die Bewohner, nicht für mich. </div><div><br></div><div>Als ich hier fertig bin ist es 17.00 Uhr. Nach 10 Stunden tun mir die Füße weh, mein Kopf schwirrt. Mir ist heiß. Ich fühle mich wie ausgewrungen. Ich habe Hunger und Durst.</div><div><br></div><div>Jetzt nur noch die Instrumente reinigen, desinfizieren, eintüten und sterilisieren. Die fertigen Rezepte abrechnen. Das Älteste ist vom Januar 18. </div><div>Jetzt endlich Duschen. Was zu essen machen. Um 20.00 Uhr bin ich dann totmüde auf dem Sofa. Jetzt endlich ein Eis. Morgen um 6.00 Uhr klingelt der Wecker.</div><div><br></div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 12 Aug 2018 06:51:00 GMT</pubDate>
			<link>http://www.derzeh.de/blog/?36-c-und-dann-noch-hausbesuch</link>
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			<title><![CDATA[Wenn der Patient nicht absagt]]></title>
			<author><![CDATA[Carmen Ball]]></author>
			<category domain="http://www.derzeh.de/blog/index.php?category=Podo-Arbeit"><![CDATA[Podo-Arbeit]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_rmysafff">Ein unangenehmes Thema für alle.<div>Der Patient und die Praxis vereinbaren einen Termin.</div><div>In der Praxis steht ein ausgebildeter Therapeut bereit, um sich um die Probleme, mit denen der Patient zum ihm kommt, zu kümmern.</div><div>Eine Stunde vor dem Termin klingelt das Telefon und der Patient sagt ab. Schlimmer noch, er meldet sich überhaupt nicht und erscheint einfach nicht.</div><div>In der Kürze der Zeit einen Ersatz zu finden ist praktisch unmöglich, da müsste dann ja der Nachbar sofort bereit sein und therapiebereit in die Praxis kommen.</div><div>Also Ausfall, nicht nur Zeit, sondern auch Geld, das fehlt.</div><div>Das Geld, das in der Zeit eingenommen werden sollte ist ja schon verplant. <span class="fs11">Für </span></div><div><ul><li><span class="fs11">Miete</span><br></li><li><span class="fs11">Krankenkasse</span><br></li><li><span class="fs11">Haftpflichtversicherung</span><br></li><li><span class="fs11">Strom</span><br></li><li><span class="fs11">Müll</span><br></li><li><span class="fs11">Wasser</span><br></li><li><span class="fs11">Gehälter</span><br></li><li><span class="fs11">Lohnnebenkosten</span><br></li><li><span class="fs11">Geräteanschaffung, - wartung</span><br></li><li><span class="fs11">Steuerberater</span><br></li><li><span class="fs11">Finanzamt</span><br></li><li><span class="fs11">und Vieles andere </span><br></li></ul></div><div><br></div><div><span class="fs11">Und was nun? Alles oben aufgezählte muss dennoch gezahlt werden, egal, ob der Angestellte nun arbeitet oder nicht, er hat ein Anrecht auf Entlohnung. Die Miete kann auch nicht um die ungenutzte Zeit gekürzt werden. Also ist das ein Draufzahlgeschäft.</span></div><div><br></div><div><span class="fs11">Um das zu vermeiden füllt &nbsp;bei uns jeder Patient eine Anmeldung aus und bestätigt mit seiner Unterschrift, dass er 24 Stunden zuvor absagt, sollte er den Termin nicht einhalten können.</span></div><div><span class="fs11">Diese Praxis wurde jetzt vom Amtsgericht Burgwedel bestätigt.</span></div><div><br></div><div><span class="fs11">Hier der Text aus der Fachzeitschrift UP vom 04.10.2017 für Sie zum Nachlesen.</span></div><div><br></div><div><div><span class="fs12 cf1 ff1">Ausgabe up 10-2017 | Rubrik Recht / Steuern / Finanzen</span></div><div><span class="fs14 cf2"><b>Urteil: Patientin muss Ausfallgebühr für fünf nicht wahrgenommene Termine zahlen</b></span></div><div><span class="fs12 cf3 ff1">vom: 04.10.2017</span></div><div><strong><span class="fs12 cf1 ff1">Bei kurzfristigen Absagen dürfen Praxen eine Ausfallgebühr erheben, auch für mehrere Ausfälle. Das bestätigte jüngst ein Urteil des Amtsgerichts Burgwedel.</span></strong></div><div><span class="fs12 cf1 ff1">In dem betreffenden Fall vor dem Amtsgericht Burgwedel (Aktenzeichen: 7 C 360/16) hatte eine Patientin insgesamt fünf Termine jeweils kurzfristig durch ihren Ehemann absagen lassen. Das Amtsgericht Burgwedel urteilte später, die Patientin müsse die Ausfallgebühr für alle fünf Termine vollständig bezahlen, ebenso die Verfahrenskosten. Die Begründung des Urteils liest sich wie ein Gutachten zum Thema Ausfallgebühren in Therapiepraxen – und eignet sich gut als Hintergrund, um Patienten die Rechtmäßigkeit von Ausfallgebühren deutlich zu machen.</span></div><div><span class="fs12 cf2 ff1"><b>Krankheit schützt nicht vor Ausfallgebühren</b></span></div><div><span class="fs12 cf1 ff1">„Zwar hat die Klägerin [Praxis] an diesen Terminen keine Leistung erbracht“, schreibt das Gericht in seiner Urteilsbegründung, „gemäß</span><span class="fs12 cf1 ff1"> </span><span class="fs12 cf1 ff1">§ 615 BGB</span><span class="fs12 cf1 ff1"> </span><span class="fs12 cf1 ff1">bleibt jedoch ein</span><span class="fs12 cf1 ff1"> </span><span class="fs12 cf1 ff1">Vergütung</span><span class="fs12 cf1 ff1">sanspruch bestehen.“ Die Patientin hatte argumentiert, sie wäre durch Krankheit verhindert gewesen, die vereinbarten Termine wahrzunehmen. Dazu schreibt das Gericht: „Ob die Beklagte [Patientin] die Nichtwahrnehmung zu vertreten hatte oder dies unverschuldet erfolgte, ist für den Annahmeverzug im Sinne des</span><span class="fs12 cf1 ff1"> </span><span class="fs12 cf1 ff1">§ 615 BGB</span><span class="fs12 cf1 ff1"> </span><span class="fs12 cf1 ff1">unerheblich. Das Vertragsverhältnis dauerte auch noch zu den weiteren Terminen fort und war nicht zwischenzeitlich beendet worden.“</span></div><div><span class="fs12 cf1 ff1">Eine wirksame Kündigung des Behandlungsvertrages durch die Patienten konnte das Gericht nicht erkennen: „Eine ordentliche Kündigung nach</span><span class="fs12 cf1 ff1"> </span><span class="fs12 cf1 ff1">§§ 620</span><span class="fs12 cf1 ff1">,</span><span class="fs12 cf1 ff1"> </span><span class="fs12 cf1 ff1">621 BGB</span><span class="fs12 cf1 ff1"> </span><span class="fs12 cf1 ff1">hätte zumindest unter Einhaltung der zwischen den Parteien geltenden 24-Stundenfrist erfolgen müssen, worauf unstreitig vor Beginn der Behandlung hingewiesen worden war.“</span></div><div><span class="fs12 cf2 ff1"><b>24-Stunden-Frist für Absagen ist rechtmäßig</b></span></div><div><span class="fs12 cf1 ff1">Dass die Praxis eine 24-Stunden-Absagefrist festlegt, ist nach Ansicht des Gerichts rechtlich in Ordnung. Die Patienten würden durch eine solche Regelung nicht unangemessen benachteiligt, die Regelung widerspreche auch nicht dem Grundgedanken der dienstvertraglichen Regelungen.</span></div><div><span class="fs12 cf1 ff1">„Auch eine außerordentliche Kündigung durch die telefonischen Terminabsagen durch den Ehemann kommt nicht in Betracht“, erläutert das Gericht weiter. „Zwar mag es zutreffen, dass die Beklagte zu den jeweiligen Terminen erkrankt war und deswegen absagen musste.“ Doch nach Abwägen der Interessen der Parteien kamen die Richter zum Schluss: Die Interessen der Klägerseite, also der Therapiepraxis, überwiegen, „durch zu kurzfristige Terminausfälle keinen Verdienstausfall und keine ungedeckten Betriebskosten zu erhalten, weil sie den Termin nicht doppelt vergibt und innerhalb von weniger als 24 Stunden Ersatz schwerlich zu vereinbaren sein wird.“</span></div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 08 Oct 2017 06:56:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Meine Antwort nach 4 Monaten]]></title>
			<author><![CDATA[Carmen Ball]]></author>
			<category domain="http://www.derzeh.de/blog/index.php?category=Podo-Arbeit"><![CDATA[Podo-Arbeit]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_rxig2olz">Öffentliches Schreiben <div>Verteiler an</div><div>ZFD</div><div>VDP</div><div>DPV</div><div><br></div><div>Was ist seither passiert?</div><div>Am 31.08.2014 sandte ich an die mir bekannten Verbände ZFD, VDP und DPV ein Schreiben mit meinen Gedanken und Wünschen zur Arbeit eines Verbandes, der die Podologen sowohl in der Öffentlichkeit als auch bei den Krankenkassen und Ärzten vertritt.</div><div>Was ist seither passiert?</div><div>Ein bisschen was und auch nichts.</div><div>Positiv habe ich die Reaktion des ZFD gesehen:</div><div>Eine kurze Antwort, ein Danke für die Hinweise. Das fand ich schon mal sehr freundlich.</div><div>Die anderen Verbände:</div><div>NICHTS! Gar Nichts.</div><div>Schade, ich habe erwartet, wenigstens eine kurze Reaktion zu erhalten.</div><div>Im Einzelnen:</div><div>Ausbildung:</div><div>Ich kann nicht erwarten, dass es hier schnell gravierende Änderungen gibt. Aber ich finde es positiv, dass der ZFD Möglichkeiten sucht die Ausbildung weiter Öffentlich zu machen und Fußpfleger darüber zu informieren. Dies wird auf der nächsten Messe in Düsseldorf geschehen. Aus die Fuss 14 in Kassel stand unter dem Motto „Ausbildung“ Gerne hätte ich das natürlich auch mal im Osten der BRD und nicht nur im Westen. </div><div>Fortbildung:</div><div>Fortbildungen bieten beide großen Verbände (ZFD und VDP) an. Ob es Gespräche mit den Krankenkassen gegeben hat entzieht sich wieder mal der Öffentlichkeit.</div><div>Öffentlichkeitsarbeit:</div><div>Ich habe davon noch nichts mitbekommen.</div><div>Verhandlungen mit den Krankenkassen über Behandlungen außerhalb der Diabetes mellitus. Keiner weiß, ob darüber gesprochen wird.</div><div>Vergütung:</div><div>Lässt mich grad richtig wütend werden. Neue Vergütungsverträge der AOK. Aber nur im Westen. Im Osten ist (noch) nichts neu. Ich hoffe mal, dass die geringe (um nicht zu sagen mickrige) Erhöhung im Westen zugunsten der Ostkollegen den Unterschied schrumpfen, bzw, wegfallen lässt. Ansonsten sind 0,60 € für die Komplexbehandlung und 0,10 € für die Teilbehandlung einfach nur als Witz zu bezeichnen. Die Fahrtkosten wurden nicht angepasst. Auch, wenn das Benzin zurzeit günstig ist, steigen die Kosten für Anschaffung und Werkstatt regelmäßig. Hatte 1980 ein durchschnittlicher Pkw noch 8420 Euro gekostet, waren es 1990, im Jahr der Wiedervereinigung, bereits 15.340 Euro. Im vergangenen Jahr lag der Preis schließlich bei 26.446 Euro, wie das CAR-Center an der Universität Duisburg-Essen berechnet hat. (quelle = http://www.welt.de vom 13.06.13) Das gilt genauso für Strom, Gas, Wasser und Mieten.  </div><div><br></div><div>Vieles kann dazu noch gesagt oder angemerkt werden. Aber eines ist deutlich:</div><div>Während der ZFD den Dialog sucht, z.B. im Facebook eine Seite unterhält, ist auf anderer Seite völliges Schweigen angesagt. Ich möchte hier keine Seite bevorzugen, jedoch kann man schon mal darüber nachdenken, wo man sich besser betreut fühlt.</div><div>Keiner erwartet Wunder, aber eine kleine Meldung dauert nur wenige Minuten. Es ist allemal besser als seine Mitglieder zu ignorieren oder gar noch ungehalten zu reagieren.</div><div>Ich möchte weiterhin versichern, dass dieser, der vorangegangene und eventuell noch folgenden Briefe ausschließlich meine Gedanken wiedergeben und ich weder gedrängt noch von jemanden dazu angehalten wurde dies zu schreiben.</div><div>Ich freu mich auf die (ev.) Rückmeldungen.</div><div>Carmen Ball</div><div>Podologen</div><div>Heilpraktikerin für Podologie</div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 03 Jan 2015 15:14:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[offener Brief]]></title>
			<author><![CDATA[Carmen Ball]]></author>
			<category domain="http://www.derzeh.de/blog/index.php?category=Podo-Arbeit"><![CDATA[Podo-Arbeit]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_86t6k0x7"><p class="imTALeft"><span class="fs10lh1-5 cf1 ff1">Öffentliches Schreiben <br>Verteiler an<br>ZFD &nbsp;&nbsp;<br>VDP &nbsp;<br>DPV &nbsp;<br><br>Was erwarte ich von meinem Verband?<br><br>Unterstützung in Hinsicht auf<br>-Ausbildung<br>- Fortbildung<br>-Öffentlichkeitsarbeit<br>-Kostenübernahme<br>-Vergütung<br>-Pflegeversicherung<br><br>Ausbildung:<br>Der Verband sollte sich dafür einsetzen, dass die Podologie als Ausbildungsberuf in ihrer jetzigen Form entweder ganz oder teilweise von der Öffentlichkeit gegenfinanziert wird.<br>Warum?<br>Podologie ist kein Traumberuf einer 17 oder 18 jährigen. Jugendliche wollen sich mit schönen, modischen Dingen umgeben. Daher sind die meisten Podologieschüler Quereinsteiger. Diese sind jedoch finanziell gebunden durch eine bereits bestehende Familie. Sie benötigen ein Einkommen um den Lebensunterhalt zu verdienen und die schulischen Aufwendungen abzudecken.<br>Es sollte eine Möglichkeit gefunden werden die Ausbildung zu finanzieren, wenn aus Altersgründen weder die Kfw-Bank noch Bafög greifen. Denn genau diese Altersgruppe ist es, welche sich für die Ausbildung entscheidet.<br>Sinnvoll wäre auch, die Ausbildung an eine Praxis zu binden, die dann ähnlich einem handwerklichem Lehrberuf die praktische Ausbildung übernimmt und dem Auszubildenden ein Ausbildungsgehalt zu zahlen. <br>Derzeit müssen Schulen leider schließen, bzw. eröffnen erst gar nicht, &nbsp;da sich potentielle Schüler die Ausbildung einfach nicht leisten können (z.B. Plauen, Nürnberg, Bamberg, Marktredwitz u.v.m.).<br>Überarbeitung der Ausbildung in Hinblick auf die Anerkennung. Der potentielle Patient geht z.B. mit seinem Hühnerauge direkt zum Podologen/Fußpfleger. Daher muss der Podologe die Anerkennung mit Bestehen seiner Abschlussprüfung erhalten, Patienten auch ohne ärztliche Anweisung behandeln zu dürfen. Es kann nicht sein, dass der Podologe Patienten wieder wegschickt, um sich erst eine Verordnung (Privatrezept) vom Arzt zu holen, da er sich sonst gegenüber dem HeilprG strafbar macht. Die Patienten wandern dann lieber direkt zum Fußpfleger, der sich mit seiner geringeren Ausbildung um die Gesetzeslage keine Gedanken macht; oft auch aus Unwissenheit.<br><br>Fortbildung<br>Der Markt der Fortbildungen ist zurzeit gut gesättigt. Leider ist immer wieder zu beobachten, dass die Fortbildungen, die Punkte für die Kassenzulassung bringen bevorzugt werden. Somit werden Angebote die für den Podologen durchaus wichtig sind oft nicht gebucht, weil Sie sich nicht mit dem Thema diabetischer Fuß auseinandersetzen und somit keine Fortbildungspunkte erhalten. Für den Podologen entscheidet hier (verständlicherweise) zuerst der Kosten-/Zeitfaktor. <br>Hier sollte überarbeitet werden, dass auch andere wichtige Themen mit Fortbildungspunkten anerkannt werden um so ein besseres Bildungsniveau auf breiter Basis zu erreichen.<br><br>Öffentlichkeitsarbeit<br>Diese Woche ist es wieder einmal geschehen. Ein Internetportal, das sich schwerpunktmäßig mit Gesundheitsanbietern in dieser Region beschäftigt, hat mit keinem Wort die Podologie erwähnt. Warum? Weil sie gar nicht wissen, dass es diese gibt. Und das 12 Jahre nach Einführung des PodG. Ich habe dann mit den Betreibern gesprochen und diese mit Informationen versorgt. Die Dame hat mir zugesagt, dass die Podologie noch eingefügt wird. Hier zeigt sich wieder einmal wo die Arbeit des Verbandes gebraucht wird. Im der Öffentlichkeitsarbeit. Jeder Podologe wird in seinem Kreis darüber aufklären und auch in Seniorenvereinen u. Ä. die Arbeit vorstellen. Dennoch ist es immer wieder zu sehen, dass nicht mal Ärzte wissen, was der Unterschied zwischen Podologie und Fußpflege ist. Unter guter Öffentlichkeitsarbeit stelle ich mir vor, dass es eine informative Webpräsens gibt, dass es eine Präsentationsmöglichkeit in den regionalen Gesundheitsmessen gibt oder auch Flyer, die in Arztpraxen oder Apotheken ausliegen können. Viele Podologen wären z.B. bereit sich auf Gesundheitsmessen zu präsentieren, jedoch ist der finanzielle Aufwand für den Einzelnen viel zu hoch. Standmieten ab 500.-€, Materialien und vieles mehr sind da ohne Unterstützung nicht möglich.<br>Weiterhin ist es immer noch möglich, dass kosmetische Fußpfleger mit dem Zusatz medizinisch werben. Da Ihnen jedoch die Durchführung der medizinischen Arbeit auf Grund des HeilPrG verwehrt ist, dient das nur der Verwirrung und Täuschung der Kunden / Patienten. Dies ist kein Zustand, der auf Dauer bestand haben darf. Auch hier ist öffentlich Aufklärung durch die Verbände gefragt und nicht nur durch den regional einzelnen Podologen.<br>Kostenübernahme<br>Großen Bedarf gibt an einer Nachverhandlung mit den Krankenkassen über zumindest folgende Heil-, bzw. Hilfsmittel, die in den podologischen Katalog aufgenommen werden sollten:<br> Podologische Komplexbehandlung bei anderen Risikopatienten/Erkrankungen als nur Diabetes mellitus<br>• Chemotherapie<br>• chron. Schmerzpatienten<br>• Apoplex<br>• Zustand nach Unfällen<br>• Warzenbehandlung<br>• Clavibehandlung &nbsp;und vieles mehr<br><br><br> Orthonyxiebehandlung<br> Orthosen<br> Druckschutz<br> Wundverbände und Material<br> Kompressionsstrümpfe anmessen<br><br>Vergütung<br>Leider ist die Vergütung durch die Krankenkassen am unteren Ende der Möglichkeiten.<br>Die Zahlen müssen entweder um mind. 30% angehoben werden und es müssen einige Artikel als Praxisbedarf – wie in der ärztlichen Praxis üblich – über die KK abgerechnet werden.<br>Zu diesen Artikeln zähle ich<br>• Verbandsstoffe<br>• Desinfektionsmittel<br>• Druckschutz<br>• etc.<br>Die Anforderungen, die an eine podologische Praxis gestellt werden sind derart kostenaufwendig, dass in einer kleinen Praxis (ein Podologe) mind. 3500.-€ bis 4000.-€ eingenommen werden müssen, bevor der noch zu versteuernde Gewinn über bleibt. Das sind bei 28,50€ ca. 140 Behandlungen oder 105 Stunden Patientenarbeit im Monat. Es ist eher von einem höheren Wert auszugehen, da zum Beispiel die Zeiten für verordnete Hausbesuche (Fahrzeiten), Praxisgrundreinigung, Fortbildungen, Verwaltung da nicht berücksichtigt werden.<br><br>Pflegeversicherung<br>Wie weiter oben schon ausgeführt, sollte der Heilmittelkatalog um einige Punkte erweitert werden. Genauso gehört aber auch dazu, dass die Pflegeversicherung die podologische Behandlung übernehmen muss.<br>Kein Pflegepatient ist so gesund um nicht als Risikopatient da zu stehen. Allein, wenn man das erhöhte Infektionsrisiko betrachtet. Die Symptome und Risiken, die der Diabetiker mit einem diabetischen Fußsyndrom aufweist, finden sich bei alten und schwerkranken Patienten genauso vor.<br>Daher sollte mind. ab Stufe II die Pflegeversicherung einspringen. <br>Haare kämmen wird genauso bezahlt wie das Wirken mit scharfen Instrumenten an den Patienten durch ungeschultes Personal. Das bezieht sich auf Nagelschnitt und Hornhautentfernung. Aber wie bei allen Risikopatienten ist hier ein Arbeiten mit sterilem Instrumentarium und einer entsprechenden Ausbildung unbedingt von Nöten.<br><br>Zusammenfassend:<br>Ich wünsche mir von einem Verband:<br>Darlegung der Arbeiten: &nbsp;was tut der Verband für den einzelnen Podologen?<br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Wo setzt er sich für die Belange des Berufes ein?<br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Warum lässt sich einiges Durchsetzten und viel zu vieles eben nicht?<br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Wurde überhaupt versucht einiges vom oben genannten durchzusetzen?<br><br>Es ist schön, dass es für einige Podologen inzwischen die Möglichkeit gibt den sektoralen HP abzulegen. Aber leider nicht für alle und nicht für alle im selben Rahmen. Die einen machen eine schwere schriftliche / mündliche Prüfung und andere brauchen nur nachzuweisen, dass Sie als Podologen keine Gefahr für die Allgemeinheit darstellen. Vielen bleibt die Möglichkeit ganz verwehrt. Daher gehört dies in die Berufsordnung aufgenommen.<br>Es ist schön, dass es inzwischen eine Akademisierung des Berufes gibt. Aber bevor wir alle zum „Dr. pod“ werden, muss erst einmal die Basis stimmen. Siehe meine Ausführungen zur Ausbildung. Wichtiger ist derzeit, dass die Anzahl der Podologen dem Bedarf entspricht. Daher sind Anpassungen der Ausbildungsmöglichkeiten dringend nötig.<br><br>Dieses Schreiben möchte ich einer Öffentlichkeit zur Diskussion stellen und werde es daher nicht nur an die vertretenden Verbände senden, sondern auch in öffentlichen Medien verbreiten. Dies gilt nicht dem Verunglimpfen der Verbandstätigkeit, die wichtig ist und ohne die wir auch noch nicht da wären, wo wir derzeit sind. Ich habe nur im Augenblick den Eindruck, dass die Verbände ein wenig den Fokus verloren haben und ein Stillstand eingetreten ist, der dringend wieder in produktive Bahnen gelenkt werden muss. Daher bitte ich meinen Brief nicht lediglich als Kritik zu sehen, sondern als Hilfestellung mittels eines Gedankenaustausches durch alle Betroffenen. Nach dem Motto: <br>Alle für Einen, Einer für Alle<br><br>Carmen Ball<br>Podologin<br>Heilpraktikerin für Podologie<br>Kontakt: &nbsp;<br><br></span><span class="fs10lh1-5 cf1 ff1"><br></span></p></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 01 Sep 2014 18:55:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Was wünsche ich mir als Podologin?]]></title>
			<author><![CDATA[Carmen Ball]]></author>
			<category domain="http://www.derzeh.de/blog/index.php?category=Gedanken"><![CDATA[Gedanken]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_3794yrk9"><p class="imTALeft"><span class="fs24 cf3 ff1">Was wünsche ich mir als Podologin?<br /><br /><b>Für die Ausbildung?<br />Stichwort = Mehr Praxisnähe.<br /></b>So wurde ich in Psychologie ausgebildet. Aber den Umgang mit Demenz, Schwerbehindeten – geistig wie körperlich, Alzheimer, Patienten im Sterben, die Trauer der Angehörigen. Das war nur einen Nebensatz wert.<br />So wusste ich, dass ich mich nach der Ausbildung selbständig machen kann. Aber es gibt im Ausbildungsplan nicht eine Stunde Buchführung, Steuerrecht oder gar Abrechnung.<br />So mache ich viele Fußpflegen in der Schule. Aber die wirklichen Problemfüße tauchen da nicht auf. Im Praktikum sehe ich dann mal einen, aber bearbeiten wird diesen immer der Praxisinhaber, weil da ja auch eine Haftung vorsteht.<br />Da hab ich zwar ein Praktikum in der Dermatologie, Orthopädie und inneren Medizin gemacht. Aber leider war die eigentliche Tätigkeit nicht ärztlich betreut, sondern im Krankenhaus als Pflegehilfe, Betten schieben, Essen verteilen, Rücken waschen etc.<br /><br /><b>Für die Praxisgründung?<br />Stichwort = Mehr Unterstützung<br /></b>Weniger Finanziell, mehr Know How. Die Krankenkassen täten gut daran nicht nur ein Merkblatt zu veröffentlichen, was die Praxis zu beinhalten muß (5 Bestecksets oder Waschbecken) sondern auch welche Rechten und Pflichten man hat. So war mir nicht bekannt, dass ich als Heilmittelerbringer die Ärzte kontrollieren muß. Ich ging (blauäugig) davon aus, dass die schon wissen, was sie tun. Ich wurde eines besseren belehrt. Nach dem mir dann eine Summe von über 1500.- € abgezogen wurden, weil auf den Verordnungen der Ärzte eben mal ein Wort fehlt. Das war mein Weihnachtsgeschenk. Hätte man das nicht besser eher kommunizieren können? Ich hab mein Geld zwar wiederbekommen, jedoch erst nach viel Umstand, Schriftverkehr und Gerenne zu jedem einzelnen Arzt. Da kommt es nicht gut an, wenn man den Arzt hinstellt, als ob er nicht weiß, was er tut. <br />Oder woher soll ich wissen, dass ich einen Patienten im Krankenhaus nicht behandeln darf, auch wenn er Urlaub aus dem Krankenhaus hat um in die Praxis zu kommen.<br />Die Krankenkassen dürfen 4 Jahre lang Gelder zurückfordern. Eben auch nur für Formfehler auf den Verordnungen.<br /><br /><b>Für den Praxisablauf?<br />Stichwort = Krankheit und Urlaub<br /></b>Es gibt Vorgaben, wie lange eine Praxis im Jahr geschlossen werden darf. Ich darf 8 Wochen Urlaub machen und / oder Krank sein. Was wenn mehr? Dann kann meine Zulassung aberkannt werden. Jedoch gibt es auch keine Vertretung. Da es ja keine „reisenden&quot; Podologen gibt. Fußpfleger dürfen nicht und Podologieschüler nur als Praktikanten unter Aufsicht. So kam es, dass ich mit offener Gelenkfraktur arbeite oder 2 Wochen nach einer Hallux OP.<br />Urlaub, wenn ich die Praxis eine Woche schließe, dann darf ich in der Woche davor und danach die Patienten von 1,5 Wochen abarbeiten. Auslassen eines Termins ist ja nicht, da die Nägel und die Hornhaut auch nicht in Urlaub gehen.<br /><br /><b>Vergütung<br />Stichwort = Einnahme gegen Ausgabe<br /></b>Die Summe, die ich als Kassenzugelassene Praxis erhalte klingt gut. ABER:<br />Davon muß ich alles zahlen: Miete, Strom, Wasser, Müll, Berufshaftpflichtversicherung, Telefon, Auto, Fortbildungen, Einrichtung, Geräte, Verbrauchsmaterialien, Rücklagen, Berufsgenossenschaft, und Leben will ich auch noch.<br />Traumhaft wäre eine Praxishilfe oder Putzhilfe. Aber die kostet Lohn mit Nebenkosten. Ca. 30% vom Lohn. Also bei 100.- € muss ich noch mit 30.- € extra rechnen. Wenn ich oben abziehe was ich an Festkosten habe bleibt nicht viel über, oder?<br />Wenn ich von einer 40 Stundenwoche ausgehe, kann ich lt. Vereinbarung 54 Fußpflegen in der Woche durchführen (ohne Pausenzeit) Die Zeit für Büro, Organisation, Besteckaufbereitung etc. sind da nicht eingerechnet bekomme ich knapp 1500.- € in einer Woche. Das sind 6000.- € im Monat. Wenn wir die Kosten oben abziehen dann bleiben ev. 3000.- € über. Dann kommt das Finanzamt und will was abhaben. Die eigene Krankenkasse und Rentenversicherung will auch was haben. Das bedeutet im Rückschluss. Ich kann mir keine Hilfe leisten. Für einen Therapeuten bleiben 12.50 € brutto in der Stunde. Und das bei einer Arbeitszeit von knapp 60 Stunden die Woche. <br />Die Sätze der Krankenkassen müssen dringend angepasst werden. Ich erwarte keine Reichtümer. Aber einen Lebensstandart, der mal einen Urlaub erlaubt. Wenn ich die Zeit in der ich nichts verdiene noch abziehe (Urlaub, Krank, Feiertag) dann sind wir schnell bei 10.- €/Stunde.<br />(Die Kosten und Einnahmen sind rein theoretisch und können real abweichen. Die Kosten einer Praxis sind unterschiedlich zu bewerten. Auch muß das Verhältnis von Privat- und Kassenpatienten berücksichtigt werden)<br /><b>Anerkenntnis<br />Stichwort = Abheben von Kosmetik und Wellness<br /></b>Viele Menschen wissen gar nicht, dass es den Beruf „Podologe&quot; gibt. Und was die dann machen, ist dann noch ein Extrarätsel. Leider gilt das auch heute noch für viele Ärzte.<br />Ich hab mir auch schon von einem Arzt das Wort „Nagelknipse&quot; anhören müssen. <br />Mein Motto ist: Wir sind ein Heilberuf / Heilhilfsberuf? Wir arbeiten im Auftrag von Ärzten.<br />Das macht kein Friseur. Wir haben eine umfangreiche medizinische Ausbildung. Dazu gehört nicht Wimpernzupfen oder Nägel lackieren. Leider machen das immer noch viel zu viele Podologen, die aus der Kosmetik kommen und diesen Bereich nicht aufgeben möchten. Finanziell kann ich das verstehen. Aber dem Berufsstand schadet dieses Verhalten nur.<br />Wie soll denn der Verbraucher verstehen, dass hier eine Fachkraft vor ihm steht, wenn das Angebot das gleiche ist, wie im Kosmetikstudio 3 Straßen weiter. Diese Podologen tun sich auch schwer, Ihrer höheren Kosten einzufordern.<br /><br /><b>Kostenübernahme<br />Stichwort = Gleichbehandlung<br /></b>Krank sind viele, die Krankenkassen erkennen nur Diabetiker an. Eines meiner Lieblingsthemen. Folgeerkrankungen der Diabetes mellitus sind PAVK (Durchblutungsstörung) PNP (Nerven- Gefühlsstörung) und nur, wenn diese vorliegen, erhält der Patient eine Verordnung vom Arzt mit Übernahme durch die Krankenkassen. Diese Risiken gibt es auch bei vielen anderen Erkrankungen (Bandscheibenvorfall, Schlaganfall, Herzinfarkt, etc.) Auch nach Krebserkrankung mit Chemotherapie oder verschiedenen anderen Erkrankungen wie Kinderlähmung, Erblindung, Fußfehlformen nach Unfall um nur einiges zu nennen wäre eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse sinnvoll.<br />Unverständlich ist mir auch die unterschiedliche Vorgehensweise bei Spangentherapie eines eingewachsenen Zehnagels. So übernehmen einige Krankenkassen die Kosten bis zu 90% und andere zahlen nichts. Oder nur in einigen Bundesländern und in anderen nicht. <br /><br />Wichtig hier auch die Kostenübernahme im Pflegefall. Egal, in welcher Pflegestufe sich ein Mensch befindet. Die Kosten für eine Fußpflege muss er aus seinem Taschengeld zahlen. Das sind zurzeit 103.- €, wenn er nicht über Vermögen verfügt. Davon muss er aber auch alles andere zahlen, Kleiderwäsche, Seife und Zahnpasta, neue Strümpfe oder Schuhe, Friseur, Fahrgelder, oder mal ne Tafel Schokolade. Wünschenswert wäre da eine Kostenübernahme im Rahmen der Pflegegelderkosten der Pflegekassen. Gern auch Zweckgebunden. Rechnung des Podologen an die Pflegekasse wäre da eine Möglichkeit.<br /><br />Das sind die wichtigsten Wünsche, die ich habe….<br /><br />Ich bin Optimist….<br /><br />Eine schöne Zeit allen.<br /></span><span class="ff2 fs20 cf1"><br /></span></p></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 28 Dec 2013 10:03:04 GMT</pubDate>
			<link>http://www.derzeh.de/blog/?was-wuensche-ich-mir-als-podologin-</link>
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			<title><![CDATA[Der Grund]]></title>
			<author><![CDATA[Carmen Ball]]></author>
			<category domain="http://www.derzeh.de/blog/index.php?category=Gesetze"><![CDATA[Gesetze]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_2rj61s4t"><p class="imTALeft"><span class="ff1 cf1 fs20">Gestern hab ich das Schreiben des Gesundheitsministesterium Bayern veröffentlicht. Heute möchte ich noch auf den Zeitungsartikel, der mich schlußendlich dazu gebracht hat hier zeigen und besprechen. Zuerst der Artikel vom 05.07.13 im Nordbayerischen Kurier mit meinem Leserbrief:<br /><br /></span><span class="cf0 ff0 fs20"><img class="image-1" src="http://www.derzeh.de/images/2_fuss.gif"  title="" alt="" width="32" height="32" /></span><span class="cf1 ff1 fs20"><br />Die Namen habe ich geändert. Aber der vollständige Nachname stand sehr oft komplett zu lesen.<br /><br />SCHNABELWAID. Marion D-G ist gestern immer noch völlig erschüttert. „Ich dachte, ich bin hier falsch“, sagt sie kopfschüttelnd. Die 55-Jährige betreibt seit Anfang des Jahres in Schn** eine Praxis für medizinische Fußpflege. Diese Woche hatte sie Besuch vom Gesundheitsamt, den sie so schnell nicht vergessen wird.<br /><br />Unangekündigt hatten am Mittwochvormittag ein Mann und eine Frau bei ihr geklingelt und sich als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes vorgestellt. „Gesprochen hat aber nur der Mann. Er hat aber weder einen Ausweis vorgezeigt, noch seinen Namen genannt“, so Marion &nbsp;D-G. Es liege eine Anzeige von jemandem aus ** gegen sie vor, sie werbe für sich in Anzeigen als Podologin. Dies sei aber falsch, sie ist ärztlich geprüfte Fußpflegerin, sagt die 55-Jährige und zeigt auf die entsprechende Annonce. Da sie gerade Kunden hatte, vereinbarte man einen erneuten Termin am Donnerstag.<br />„Damit hatte ich ja kein Problem“<br />Auch da hätten sich die beiden weder namentlich vorgestellt noch ausgewiesen, sondern lediglich gesagt, sie müssten die hygienischen Zustände in der Praxis überprüfen und wollten wissen, was sie genau behandle. „Damit hatte ich ja kein Problem“, so Marion D-G weiter. Was sie so aufbringt, ist das Auftreten der beiden Mitarbeiter. So habe die Frau nicht geantwortet, als sie sich wiederholt nach ihrem Namen erkundigte, sondern ungefragt Schränke und Schubladen geöffnet und Fotos von deren Inhalt gemacht. Auch in ihrem Privatbad – die Praxis ist in die Wohnung integriert – habe die Frau Bilder gemacht, wollte in einen privaten Schrank schauen.<br />Als der männliche Kollege dann im Praxisraum auch die Schublade mit den Patientenkarten öffnet, reicht es Marion D-G, immerhin gehe es hier um Datenschutz. „Was glauben Sie, was ich alles kann“, so die Reaktion des Behördenmitarbeiters. „Ich kann das hier auch alles gleich beschlagnahmen“, drohte er an, habe dann aber die Karten dort belassen.<br />Was wurde nun an der Praxisausstattung bemängelt? „Ich muss die Handtücher in einem verschlossenen Schrank aufbewahren, Geräte wie Zangen, Schleifer und Sonden müssen nach der Sterilisation künftig vakuumiert werden, im Bad muss ein Eimer für die Gästehandtücher aufgestellt werden und in den Sterilisator muss ein Sporensäckchen“, listet die Fußpflegerin auf. Mündlich teilt ihr der Herr vom Gesundheitsamt das mit, ein Protokoll oder irgendetwas Schriftliches bekommt sie nicht. Auch eine Frist, bis wann sie das zu erledigen hat, wird ihr nicht gesetzt. Sie solle ihn halt anrufen, wenn sie soweit ist, so die lapidare Ansage. Auch eine Visitenkarte mit der Telefonnummer verweigert ihr der Mitarbeiter, diktiert ihr diese und dann doch auch seinen Namen.<br />„So kann man nicht behandelt werden&quot;<br />Für Marion D-G ist das, was festgestellt wurde, kein Problem. Das wird sie ändern und es sind ja auch nur Kleinigkeiten, ergänzt sie. Aber die Art und Weise des Besuchs ärgert sie gewaltig. „So kann man nicht behandelt werden.“<br />Marion D-G hat an einer privaten Berufsfachschule für Kosmetik- und Fußpflege in Nürnberg eine zweimonatige Ausbildung absolviert und vor einem Allgemeinmediziner eine theoretische und praktische Prüfung erfolgreich abgelegt. Neben allgemeiner Anatomie, Erster Hilfe, Hygiene- und Gerätekunde ging es um die Analyse und Behandlung von sogenannten Fußübeln wie Holz- und Pilznagel, Hühneraugen, Fehlstellungen der Füße, eingewachsenen Nägeln und Schweißfüßen. „Im Unterschied zu einem Podologen darf ich keine kleineren chirurgischen Eingriffe vornehmen oder Narkotika verabreichen“, erklärt sie. Dafür habe sie aber auch nie geworben, betont D-G, die vor ihrer Ausbildung mehrere Jahre als Hygienefachkraft in einer Arztpraxis gearbeitet hat.<br />Vorfall geschäftsschädigend<br />Der ganze Vorfall sei für sie geschäftsschädigend, sagt sie. So haben bereits drei Kunden ihre nächsten Behandlungstermine bei ihr abgesagt. Auf Nachfrage, ob sie einen Alternativtermin möchten, kam die Erwiderung „lieber nicht“. Marion &nbsp;D-G ist sich sicher, dass es hier einen Zusammenhang mit dem Besuch des Gesundheitsamtes gibt. Die Kunden, die absagten und jene, die den ersten Auftritt der Behördenvertreter mitbekamen, sind Nachbarn.<br />Das Landratsamt weist sämtliche Vorwürfe zurück. „Hinsichtlich der berufsrechtlichen Voraussetzungen wurde die Regierung von Oberfranken um entsprechende Auskunft gebeten. Es wurde die Auffassung des Fachbereiches Gesundheitswesen bestätigt, dass die Bezeichnung „Praxis für medizinische Fußpflege“ den Podologen mit spezieller Ausbildung vorbehalten ist“, so Michael Benz, Pressesprecher im Landratsamt auf Kurier-Nachfrage. Nach Rücksprache mit den betreffenden Mitarbeitern hätten diese geäußert, dass der Umgangston „stets kooperativ und deeskalierend“ gewesen sei.<br />Vielmehr habe Marion &nbsp;D-G wenig einsichtig und aufgebracht reagiert. Sie wurde darauf hingewiesen, dass sie auf eine Werbung für medizinische Fußpflege verzichten solle. „Eine Terminvereinbarung gab es nicht, um Frau Marion D-G genügend Zeit einzuräumen, ein Protokoll gibt es im Nachgang“, so Benz weiter. Außerdem sei der Inhalt privater Schränke zu keiner Zeit von Interesse gewesen. Auch mit dem Fotografieren sei die Fußpflegerin ausdrücklich einverstanden gewesen. Benz: „Drohungen gegenüber Frau Marion D-G wurden von beiden Mitarbeitern des Gesundheitsamtes zu keinem Zeitpunkt geäußert.“<br /><br /><br />Leserbrief<br /><br />Mit einigem Erstaunen habe ich diesen Artikel gelesen. Festzustellen ist, dass weder die Fußpflegerin, noch Frau E** für diesen Artikel recherchiert haben.<br /><br />Abgesehen vom ev. nicht korrekten Benehmen der Gesundheitsamtmitarbeiter - das eh nur der beurteilen kann, der dabei war - sind sehr viele wichtige Dinge nicht berücksichtigt worden.<br />Zum ersten gilt seit 2002 das Podologengesetz, das den Titel Podologe und medizinischer Fußpfleger schützt. Weiterhin greift hier das Heilpraktikergesetz, nachdem nur ein Heilpraktiker oder ein approbierter Arzt eine Diagnose stellen und eine Krankheit heilen darf. Dazu gehört die Behandlung von &quot;Fußübeln&quot;??? z.B. Pilznägeln, eingewachsenen Nägeln und anderen mehr. Auch ein Podologe darf keine kleine oder großen Eingriffe vornehmen oder Narkotika verabreichen. Dies ist den Ärzten vorbehalten. Die Tätigkeiten, die Frau Marion ** auflistet sind sind nicht in einer 2-Monatlichen Kurzausbildung zu lernen. Immerhin benötigt ein Podologe dafür 2 Jahre.<br />Weiterhin gibt es Urteile, die das Werben mit einer ärztlichen Prüfung untersagen. LG Hannover WRP 1982,173)<br />Als Hygienefachkraft muß die Fußpflegerin auch wissen, dass ein &quot;vakuumieren&quot; der Instrumente NACH dem Sterilisieren unsinnig ist, da diese dann schon wieder mit Keimen besiedelt sind. Das RKI gibt hier klare Vorgaben, die in der Hygieneverordnung des Bundes und der Länder nachzulesen sind.<br />Viele gravierende Fehler, die unter Umständen einem Kunden der Dame eine Zehe oder einen ganzen Fuß kosten können. Hoffen wir, dass es nie so weit kommt.<br /><br />Carmen Ball<br />Podologin<br />Heilpraktikerin für Podologie<br />Wundexpertin ICW<br /><br /></span><span class="cf0 ff0 fs20"><img class="image-2" src="http://www.derzeh.de/images/1_fuss.gif"  title="" alt="" width="32" height="32" /></span><span class="cf1 ff1 fs20"><br /><br />Was hat mich denn nun so aufgeregt?<br /><br />Zum einen steht Aussage gegen Aussage über das Benehmen der Beteiligten.<br />Da hab ich ja schon im Leserbrief geschrieben, dass dies nur der wissen kann, der dabei war. Wie weit die Gesetze hier den Mitarbeiten das Recht geben Beweisfotos von Schrankinhalten zu machen, wissen diese wahrscheinlich selber am besten. In Deutschland ist alles geregelt, dann auch dies.<br />Unangekündigt zu erscheinen ist das Einzige, was Sinn macht um eine Kontrolle durchzuführen. Auch wenn diese dann erst ein paar Tage später stattfindet und einiges noch aufgeräumt wird, können die Mitarbeiter sich ein Bild machen, wie es Alltags in der Praxis aussieht. Wobei der Alltag nicht der ist, der zu sehr bemängelt werden sollte, sondern - besonders in diesem Fall - der Wissensstand der betreffenden Fußpflegerin.<br /><br /></span><span class="cf3 ff1 fs20">Was wurde nun an der Praxisausstattung bemängelt? „Ich muss die Handtücher in einem verschlossenen Schrank aufbewahren, Geräte wie Zangen, Schleifer und Sonden müssen nach der Sterilisation künftig vakuumiert werden, im Bad muss ein Eimer für die Gästehandtücher aufgestellt werden und in den Sterilisator muss ein Sporensäckchen“, listet die Fußpflegerin auf.</span><span class="cf1 ff1 fs20"><br /><br />Ja, das ist alles richtig. Handtücher stauben mit Schleifstaub ein in der Praxis. Dieser ist oft mit Pilzsporen oder anderem &quot;Kleingetier&quot; verschmutzt. Damit möchte sich niemand die Füße abtrocknen. <br />Wie ich im Leserbrief geschrieben habe ist es ohne Sinn die Instrumente erst zu sterilisieren und dann zu verpacken (vakuumiert) Dafür gibt es extra Folien in die vor dem Sterilisieren die Instrumente verpackt werden und danach dann in den Steri. Diese bleiben so lange verpackt, bis zum Gebrauch. Die Kontrollfunktion des Steris ist ein &quot;Muß&quot;.<br />Was wurde denn bisher mit den benutzten Handtüchern gemacht?<br />Dieser Abschnitt zeigt, dass in den Kurzausbildungen das Thema Hygiene zu kurz kommt. Fußpfleger müssen in anderen Bundesländern einen Nachweis erbringen, an einer Fortbildung zur Wiederaufbereitung von Instumenten teilgenommen zu haben.<br />Es ist erschreckend, wenn dann noch geschrieben wird, dass Sie als Hygienefachkraft in einer Arztpraxis gearbeitet hat.<br /><br />Die Aufzählung, die diese Fußpflegerin über den Inhalt ihrer Ausbildung macht zeigt, dass Sie wohl über vieles was gehört hat, aber tief genug in die Materie kann dabei nicht eingegangen werden.<br /><br /></span><span class="cf3 ff1 fs20">Neben allgemeiner Anatomie, Erster Hilfe, Hygiene- und Gerätekunde ging es um die Analyse und Behandlung von sogenannten Fußübeln wie Holz- und Pilznagel, Hühneraugen, Fehlstellungen der Füße, eingewachsenen Nägeln und Schweißfüßen. <br /></span><span class="cf1 ff1 fs20"><br />Podologen benötigen in der Ausbildung 2 Jahre oder auch 3000 Stunden um diese Themen zu bewältigen (und noch ein bischen mehr). Ich habe als Fußpflegekurse in Nürnberg Kurse mit einer Dauer von 2 Tagen bis zu 3 Monaten gefunden. Also 16 Stunden bis ca. 140 Stunden. Das ist einfach viel zu wenig, um mit schneidenden oder routirenden Instumenten am Menschen zu arbeiten.<br /><br />Das Wissen, dass Sie zur Abgrenzung zum Podologen hat ist noch schlimmer. Invasiv darf nur der Arzt. Das zeigt aber auch, wie nötig die Fußpflegeschulen es haben Schüler zu ködern. Auch mit den seltsamsten Behauptungen. Auch sind einige dieser aufgezählten Tätigkeiten &quot;heilend&quot;. Und aus dem Schreiben des Ministeriums wissen wir ja, dass hier das Heilpraktikergesetz greift und eben nur Ärzte und Heilpraktiker oder Podologen mit entsprecher Verordnung dieses dürfen.<br /><br />Es gibt noch viel zu tun. Wir müssen noch weitreichend über die Fußpflege, die Gefahren und die Gesetze zum Schutz der Patienten aufklären. Dies nicht nur bei Kunden / Patienten, sondern auch im Kollegenkreis, bei Pflegenden und bei Ärzten.<br /><br />Ein Berg Arbeit, der noch abgetragen gehört.<br />Soweit für heute<br /></span><span class="ff1 fs20"><br /></span></p></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 22 Sep 2013 16:09:45 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Schreiben an Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit; Staatsminister; Dr. Marcel Huber und die Antwort]]></title>
			<author><![CDATA[Carmen Ball]]></author>
			<category domain="http://www.derzeh.de/blog/index.php?category=Gesetze"><![CDATA[Gesetze]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_1241z7hd"><p class="imTALeft"><span class="ff1 fs20">21.09.2013<br /><br />Schon lange habe ich mit dem Gedanken gespielt mich direkt in &quot;München&quot; zu erkundigen, wie die Gesetze in Bayern ausgelegt und umgesetzt werden. Nach einem erschreckenden Artikel im Nordbayerischen Kurier über ein Fußpflegerin habe ich mich dann hingesetzt und einige Gedanken zu Papier gebracht. Um dem Ganzen mehr Gewicht zu geben, habe ich auch den Weg der Schneckenpost gewählt und nicht die Mail. Papier wird erfahrungsgemäß genauer gelesen. Hier erst einmal mein Anschreiben. Dann die Antwort mit den mir wichtig erscheinenden Stellen rot / blau markiert. Danach werde ich noch einige Gedanken dazu schreiben.<br /><br /></span><span class="ff0 fs20"><span class="cf0"><img class="image-1" src="http://www.derzeh.de/images/2_fuss.gif"  title="" alt="" width="32" height="32" /></span></span><span class="ff1 fs20"><br /><br /><br />Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit<br />Staatsminister<br />Dr. Marcel Huber<br />Rosenkavalierplatz 2<br /><br />81925 München &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;15.08.2013<br /><br />Aufgaben und Abgrenzung Fußpflege – Podologie<br />Ausschluß von Gesundheitsgefährdung<br /><br /><br />Sehr geehrter Herr Staatsminister Dr. Huber,<br /><br />seit 2005 bin ich als Fußpflegerin und seit 2007 als Podologin tätig.<br />Wie Ihnen bekannt ist, besteht zwischen beiden Berufen / Tätigkeiten ein großer Unterschied, der in den verschiedenen Gesetzen wie Podologengesetz (PodG), &nbsp;Heilpraktikergesetz (HeilprG), Medizinproduktegesetz (MPG) und diversen Verordnungen wie Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Podologinnen und Podologen (PodAPrV), Erste Durchführungsverordnung zum Gesetz über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung (Heilpraktikergesetz) um nur die wichtigsten zu nennen.<br /><br />Hier kommt es zu Problemen, die im Vorfeld wahrscheinlich nicht so zu erkennen waren und mit denen die Fußpfleger, Podologen, Patienten, Ärzte und Angehörige der Patienten und der Krankenkassen zu arbeiten haben.<br /><br />Zum einen sind die Verträge zwischen den Berufsvertretungen (VDP, ZFD) und denen der Krankenkassen, die eine Kostenübernahme der podologischen Behandlung (Fußpflege). In diesen ist geregelt, dass ein an Diabetes mellitus erkrankter Patient mit einem Diabetischen Fußsyndrom eine ärztliche Versorgung auf Kosten der Krankenkassen bei einem zugelassenen Podologen in Anspruch nehmen kann.<br />Zum anderen sind es jedoch viele Patienten, die an genau denselben Symptomen wie bei einem Diabetischen Fußsyndrom leiden, dies jedoch auf eigene Kosten behandeln müssen. Zu nennen sind hier Menschen mit chronischen Schmerzen, MS-Erkrankte, Krebspatienten, Schlaganfall- und Herzinfarktpatienten um nur die wichtigsten zu nennen. <br />Jetzt geschied es jedoch, dass genau diese Menschen nicht zu Podologen, sondern zu Fußpflegern gehen um sich behandeln zu lassen. Da diese Patienten auch keinen Anspruch auf Kostenübernahme von seiten der Krankenkasse haben, ergibt es sich, dass sie sich den kostenmäßig günstigsten Weg suchen und daher den normalen Fußpfleger aufsuchen. Dieser unterliegt jedoch keinerlei Ausbildungsverordnung. Daher ist es möglich Fußpflege in Deutschland anzubieten ohne eine noch so geringe Ausbildung im medizinischen Bereich. Es kann vorkommen, dass sich einzelne ein Zertifikat auf Ebay ersteigern. <br />Die Berechtigung einfacher Fußpfleger diese Patienten zu behandeln wird aus der Nichtübernahme der Kosten von Seiten der Krankenkassen herausgenommen. <br /><br />Bei den oben genannten Patienten ist aufgrund der diversen Erkrankungen keine nomale (kosmetische) Fußpflege von möglich, sondern eine medizinische Prophylaxe in der ganz klar die Risiken einer weiteren Erkrankung oder auch Beschwerdeverminderung wichtig ist. Dies kann nur mit der entsprechenden Ausbildung erfolgen.<br /><br />Hierzu nun meine Fragen an Sie:<br /><br />1. Kann es richtig sein, dass viele Fußpfleger in Senioren- und Pflegeeinrichtungen arbeiten? Es liegt in der Natur der Dinge, dass ein Mensch, wenn er sich in solch eine Einrichtung begibt an diversen Erkrankungen leidet und daher auch verschiedene Medikamente einnehmen muss. <br /><br />2. Kann es richtig sein, dass viele Fußpfleger mit dem Begriff „medizinische Fußpflege“ werben, obwohl keinerlei medizinisches Wissen erworben wurde? Siehe hierzu auch Urteil Celle (OLG Celle, Urteil vom 15.11.2012, Az.: 13 U 57/12) und Urteil Hamm (Urteil vom 03.02.2011, Az.: 4 U 160/10). Wobei es nicht sein kann, sich auf eine Berufsfreiheit zu stützen, wenn es im Falle des Fußpflegers kein Beruf, sondern eine Tätigkeit darstellt. Es ist immer noch vielen Menschen der Unterschied nicht bewusst.<br /><br />3. Darf es sein, dass die oben genannten Krankheitsbilder nicht ausreichen, um eine Kostenübernahme von Seiten der Krankenkassen anzustreben? So kann es nicht richtig sein, dass der Diabetiker aufgrund einer Neuropathie eine Verordnung erhält, jedoch ein Mensch mit neurologischen Ausfällen z.B. Bandscheibenvorfällen nicht, obwohl die gleiche Gefährdung vorliegt.<br /><br /><br />Sehr geehrter Dr. Huber, es würde mich sehr freuen, wenn ich von Ihnen hören / lesen könnte, sie nehmen sich der Sache an und weisen z.B. die Gesundheitsämter der einzelnen Kreise an, die Fußpfleger genauer zu überprüfen in Hinblick auf Tätigkeit, Hygiene und Werbung. Genauso, wie es mir wichtig ist, auch die Patienten zu erreichen die sich eine podologische Behandlung trotz schwerer Erkrankung nicht leisten können von anderen Trägern übernommen werden.<br /><br />Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.<br /><br />Mit freundlichen Grüßen<br /><br />Carmen Ball<br /><br /></span><span class="ff0 fs20"><span class="cf0"><img class="image-2" src="http://www.derzeh.de/images/1_fuss.gif"  title="" alt="" width="32" height="32" /></span></span><span class="ff1 fs20"><br /></span><span class="ff0 fs20"><span class="cf0"><img class="image-3" src="http://www.derzeh.de/images/Seite-1.jpg"  title="" alt="" width="800" height="1130" /></span></span><span class="ff1 fs20"><br /></span><span class="ff0 fs20"><span class="cf0"><img class="image-4" src="http://www.derzeh.de/images/Seite-2.jpg"  title="" alt="" width="800" height="1130" /></span></span><span class="ff1 fs20"><br /></span><span class="ff0 fs20"><span class="cf0"><img class="image-5" src="http://www.derzeh.de/images/Seite-3.jpg"  title="" alt="" width="800" height="1130" /></span></span><span class="ff1 fs20"><br /></span><span class="ff0 fs20"><span class="cf0"><img class="image-6" src="http://www.derzeh.de/images/Seite-4.jpg"  title="" alt="" width="800" height="1130" /></span></span><span class="ff1 fs20">Was hat er mir jetzt (leider nicht selber) geantwortet?<br /><br />Im Großen und Ganzen hat er mir meine Gesetze erläutert. Das sind Dinge, die ich schon gewusst habe. Aber jetzt weiß ich sicher, dass auch der Mitarbeiter diese kennt. :-)<br /><br />Auf Seite 1 bestätigt er den Gedanken des Podo-Gesetzes Patienten, die in irgendeiner Form gefährdet sind vor nicht ausreichend ausgebildeten Fußpflegern zu bewahren. Auch bestätigt er auf Seite 2, dass Nicht-Podologen nur an gesunden Füßen arbeiten dürfen. Nun bezweifel ich jedoch, ob er sich genug Gedanken zum vermeidlich &quot;gesunden Fuß&quot; gemacht hat. Ein Fuß ohne Läsion ist auf den ersten Blick gesund. Aber wie ist es um den Menschen, der ihn besitzt bestellt? Ist der so gesund, dass er eine kosmetische Fußpflege aushält? Ich rede hier z.B. von einem Komapatienten, der nicht läuft, somit keine Hornhaut besitzt und auf Grund guter Pflege auch keinen Dekubitus. Ist das ein gesunder Fuß? Der Mensch kann sich oft nicht äußern, wenn etwas nicht stimmt. (dies ist ein Fall, der mir schon vorgekommen ist, bis zum vereiterten Zehnagel durch unzureichene Arbeit)<br /><br />Auch der Hinweis auf Seite 2 dass die med. Fußpflege dem Heilpraktikergesetz unterliegt hat mich sehr gefreut. Da fehlt halt nur die Aufklärung der Fußpfleger. Aber da bin ich dran. Dies war auch der Grund mich zeitig zu kümmern und als erste Podologin in Oberfranken die Prüfung zur sektoralen Heilpraktikerin zu machen - und zu bestehen ;-).<br />Es ist ja auch nicht bekannt, dass ein Verstoss gegen das Heilpraktikergesetz zu einer Gefängnisstrafe führen kann. <br /><b>So sollte jedem kosm. Fußpfleger klar sein, dass das Arbeiten an einem Fuß, der schon einen Schaden hat oder an Risikopatienten mit einer Geld- oder Gefängnisstrafe enden kann.<br /></b></span><span class="ff1 fs20"><br />Auch hat mich auf Seite 2 gefreut, dass das bayerische Gesundheitsamt die Werbung mit med. Fußpflege den Podologen und Heilpraktikern zugesteht und den Fußpflegern nicht erlaubt. Aber auch hier fehlt die Kontrolle, wie ich überall um mich sehen und lesen kann.<br /><br />Der Hinweis auf die Umsetzung der entsprechenden Hygieneverordnung ist gut und wichtig.<br /><br />Auf die blau unterlegten Teile auf Seite 3 komme ich ein anderes Mal zu sprechen. Das wird mehr.<br /><br />Auf Seite 4 kommt es dann zu einem zusammenfassenden Abschlußsatz. Dieser besagt, dass die Gesetze ausreichend sind. In dem Fall überlege ich, ein Antwortschreiben zu verfassen. Da ich zwar der Meinung bin, dass die Menge der Gesetze ausreicht, jedoch nicht der Inhalt an die Praxis. Hier bedarf es Nachbesserungen.<br /><br />Aber insgesamt habe ich mich über die ausführliche Antwort gefreut.<br /><br />Ich freue mich, wenn Ihr mir einige Kommentare dazu hinterlasst. Auch für einen ev. weiteren Schriftverkehr mit dem Ministerium.<br /><br />Carmen<br /></span><span class="cf1 ff1 fs20"><br /></span></p></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 21 Sep 2013 16:08:28 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Podologische Komplexbehandlung, was ist das?]]></title>
			<author><![CDATA[Carmen Ball]]></author>
			<category domain="http://www.derzeh.de/blog/index.php?category=Podo-Arbeit"><![CDATA[Podo-Arbeit]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_eyz09v12"><p class="imTALeft"><span class="ff1 cf1 fs20">Was ist das? <br />Auf den ersten Blick nichts anderes als die Fußpflege.<br />Ja stimmt eigentlich auch. Nur, dass da noch die unsichtbare Leistung dazu kommt.<br /><br />Wenn ein Patient zu mit kommt, dann geht ein kleiner Ritus in mir los.<br />- wie läuft er? sicher oder nicht? kommen beide Beine gleichmäßig, schlurft eines?<br />- welche Schuhe trägt er? Passen diese zum: <br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Gangbild?<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Gewicht?<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Fuss?<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Anlass?<br />- wie ist der Strumpf beschaffen? Material und Verarbeitung haben oft einen großen Einfluss auf den Fuß.<br />Wenn der Fuß dann unbekleidet ist schaue ich mir die Nägel und die Haut an und mache eine erste Bewertung dessen, was ich da sehe.<br />Haut - Temperatur, Farbe, Beschaffenheit<br />Nägel - Farbe, Stärke, Länge<br /><br />Bis dahin hat der Patient wenig mitbekommen, dass überhaupt schon was passiert ist.<br />Ob und was ich dann anspreche hängt von der Situation, dem akuten Beschwerdebild des Patienten und vielen anderen Faktoren ab. So kann ich in einer Demensabteilung der Senioreneinrichtung nicht so agieren wie in der Praxis. <br /><br />Gleich ist dann die Behandlung der Nägel und Haut. Kürzen, entgraten, Hornhaut entfernen.<br /><br />Aber was ich mache ist Prävention. So wird der Ursache für eine Schwiele oder einem Hühnerauge auf den Grund gegangen und nach Möglichkeit entfernt. Ob es nur an falschen, zu kleinen / engen Schuhen liegt oder eine Fußfehlform beurteilt werden muß ist Teil der podologischen Ausbildung. Einen Spreizfuß zu erkennen ist oft nicht einfach, weil eben fast jeder ab einem gewissen Alter genau diesen hat. Aber welche Folgen hat dieser? Wer ist jetzt der Ansprechpartner? Hausarzt, Orthopäde oder orthopädischer Schuhmacher? Oder reicht eine einfache Schuhberatung aus?<br /><br />Genauso Veränderungen der Haut. Leberfleck oder Altersfleck oder doch lieber mal zum Dermatologen um einen Hautkrebs auszuschließen?<br /><br />Warze oder Hühnerauge?<br />Hautpilz oder Schuppenflechte?<br />Nagelpilz oder nur verdickter Nagel (Holznagel)<br /><br />Viele Dinge sind zu beurteilen. Da ist auch schon ein Hinweis darauf, warum man bei der Wahl des Therapeuten Umsicht walten lassen sollte. Ausbildung und Fortbildung ist eben ein wichtiger Hinweis gut behandelt zu werden.<br /><br />Der große Anteil der Patienten ist der Diabetiker. Dieser erhält oft auch die Behandlung von Arzt verordnet und von der Krankenkasse bezahlt.<br />Warum ist das jetzt wichtig?<br />Der Diabetiker ist ein Sonderfall, der mit besonderer Umsicht behandelt werden muß.<br />Warum?<br />Es ist bekannt, dass die Regulierung durch die Nerven gestört ist.<br />Damit ist gemeint:<br />- Nerven, welche die Bewegung steuern.<br />- Nerven, welche die Temperatureinstellung steuern. <br />- Nerven, welche die Hautversorgung steuern.<br />- Nerven, welche die Schmerzempfindung steuern.<br />usw...<br />Da wird es klar. Haut, die nicht richtig mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird verändert sich, wird dünner, brüchiger, trocknet aus. Als Folge davon reisst diese dann ein und jede Infektion kann sich festsetzen und ausbreiten. Der Säureschutzmantel der Haut ist unvollständig oder gar nicht mehr vorhanden. Die Aufgabe, dass er die Mikroorganismen auf ein verträgliches Maß reduziert kann er nicht mehr wahrnehmen.<br /><br />Diesen und anderen Gefahren kann in einer podologischen Behandlung erkannt und oft auch gebant werden. So zum Beispiel durch die Beratung das passende Pflegeprodukt zu benutzen. Nach einem Sichtbefund ist der Podologe dazu besser in der Lage, als eine Verkäuferin im Drogeriemarkt.<br />Und in diesem Zusammenhang immer wieder die Hygiene. Es darf nicht passieren, dass sich ein Patient - ob Diabetiker oder nicht - &nbsp;eine Infektion bei der Fußpflege holt. Besonders aber Diabetiker mit einem niedrigen eigenem Infektionsschutz gelten als Risikopatienten.<br />Dieser Umstand macht aus einer Fußpflege eine podologische Komplexbehandlung. Somit ist es hoffentlich klar geworden, dass Fußpflege, wenn sie richtig gehandhabt wird immer eine komplexe Aktion ist. Die Zusammenhänge von Ernährung, Hygiene, Gewicht, Rauchen, Trinken, Sport, körperliche Defizite, Medikation lassen schnell aus einem Menschen einen Risikopatienten werden. Und dieser bedarf einer komplexen Beratung und Therapeuten mit einem umfassenden Wissen.<br /><br />Das hat dann auch nichts mit einer ärztlichen Verordnung zu tun, sondern mit meinem Bild des Berufes.<br /></span><span class="ff1 fs20"><br /></span></p></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 16:07:34 GMT</pubDate>
			<link>http://www.derzeh.de/blog/?podologische-komplexbehandlung,-was-ist-das-</link>
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			<title><![CDATA[Pododogie – ]]></title>
			<author><![CDATA[Carmen Ball]]></author>
			<category domain="http://www.derzeh.de/blog/index.php?category=Gedanken"><![CDATA[Gedanken]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_dpah66pq"><p class="imTALeft"><span class="fs10lh1-5 cf1 ff1">01.04.2012<br><br>Pododogie – <br>ein ernst zu nehmender Beruf oder nur eine schöne Idee?<br><br>Warum gibt es den Podologen?einer internationalen Tagung vom 10.-12.10.1989 in St. Vincent (Italien) wurde die Deklaration zur Verhinderung schwerer Folgeschäden bei Diabetes mellitus verabschiedet.<br>Eine der Folgen dieser Tagung ist der Vorsatz die Amputationsrate bei Diabetikern zu senken. Das Ziel waren 50% weniger Amputationen auf Grund diabetesbedingter Gangrän (am Diabetischen Fuß) zu erreichen. Dies kann nur auf vielen Wegen erzielt werden. &nbsp;So gehört die Aufklärung der Betroffenen, der Angehörigen und der Mediziner mit den angrenzenden Berufen dazu.<br>Wer ist hier gemeint?<br>Ernährungsberater<br>Orthopädieschuhmacher<br>Pflegeberufe <br>und natürlich die Fußpfleger<br>mit den Fußpflegern war es in Deutschland nicht so besonders toll geregelt.<br>Es gab keine strukturierte Ausbildung, keinen Berufsabschluß und somit eine Tätigkeit, die keinen Vorgaben unterlag. Es haperte hier im Wissen der Fußpfleger in allen wichtigen Bereichen wie der Hygiene, dem hohen Gefährdungspotential durch unsachgemäße Handhabung von schneidenden und rotierenden Instrumenten und natürlich das unzureichende Wissen um den Diabetes mellitus mit all seinen Folgen.<br>Um hier Abhilfe zu schaffen, wurde 2002 der Beruf des Podologen entwickelt und beschlossen. Am 01.01.2003 trat dann das Podologengesetz in Kraft. Damit war endlich geregelt, wie eine fundierte Ausbildung im Bereich der Fußpflege abzulaufen hat. Die Ausbildung erstreckt sich über den Behandlungsablauf über Hygiene, Anatomie, Krankheitslehre und vielem mehr. Es gibt seither immer mehr Menschen, welche die Ausbildung durchlaufen und sich einer mehrtägigen Prüfung unterziehen, um den Beruf des Podologen auszuüben.<br>Die Statistiken der gesetzlichen Krankenkassen verzeichnen auch eine Reduzierung der diabetischen Folgeerkrankungen. Jedoch leider nicht in der Höhe wie sie gesetzt wurde. Aber dennoch wird dort weitergearbeitet und die Ziele nicht aus den Augen verloren.<br><br>Warum frage ich jetzt aber danach, ob die Podologie nur eine schöne Idee ist?<br>Als es mit der Ausbildung der Podologen an den Start ging war es klar, dass es nicht gleich genug Personen mit entsprechender Ausbildung geben kann, um den Bedarf flächenhaft zu decken. Gleichzeitig gab es viele Fußpfleger, die seit vielen Jahren Berufserfahrung gesammelt haben und in Eigeninitiative immer wieder Fortbildungen besucht haben. Diesen gab man die Möglichkeit ohne längere Ausbildung die Podologieprüfung abzulegen. Um aber das wirkliche Problem, das sich hier auftat zu erkennen, muss man wissen, dass der Fußpfleger in Deutschland bis dahin den Kosmetikern vorbehalten war. Für Viele war es wichtig, dass das Ergebnis ihrer Arbeit ein optisch einwandfreier Fuß war. Die krankhaften Veränderungen wurden oft nicht wahrgenommen oder einfach nicht als solche erkannt. Weiterhin hatten die Fußpfleger Angst um ihre Existenz. Da kam es dazu, was auf der Hand lag. Es wurde nur auf eine Prüfung hin gelernt. Aber leider oft nur in der Theorie, in der Praxis blieb es so, wie es seit vielen Jahren in den einzelnen Praxen lief. Das liegt eben daran, dass es für die Nachprüfung keine oder nur geringe – meist theoretische - weitere Ausbildung gab. So wurde wie gewohnt weiter gearbeitet.<br>Anders ist es dagegen bei den Podologen, die ohne weitere – oder nur geringe – fußpflegerische Vergangenheit die Vollzeitausbildung absolviert haben. Hier ist die Ernsthaftigkeit einen medizinischen Beruf zu ergreifen oft sofort im Auftreten und Handeln der Personen zu merken. So wird kein – oder nur wenig - Wert auf dekorative Ausstattung der Praxisräume gelegt. Das Gegenteil ist oft der Fall. Umso klarer und einfacher strukturiert so eine Praxis ist, desto klarer kommt der hygienische Einfluss zum tragen. Auch im Leistungsangebot der Podologiepraxen mit einem medizinischen Schwerpunkt wird man vergeblich nach einem kosmetischen Anteil suchen. <br>Warum ist es aber oft so schwer den Beruf des Podologen der Allgemeinheit als medizinischer Heilhilfsberuf bekannt zu machen? Weil es zu oft falsch angegangen wird.<br>Es gibt natürlich zum einen immer noch die Fußpfleger, die einen (schnellen) Titel als Podologe errungen haben, aber die Kosmetik nicht aufgegeben haben. So ist es weder für den Patienten noch für einen Mediziner zu erkennen, welchen Zweck der Podologie in der Versorgung der Diabetiker oder anderer Risikopatienten hat. Leider gibt es aber auch Podologen mit einer Vollzeitausbildung, die den Sinn nicht erkannt haben und zum einen auf eine kosmetische Ausbildung zurückblicken und in Ihrer Praxis zum Beispiel nicht nur Wellnessanwendungen im Bereich der Füße / Beine anbieten, sondern so auch Wimpernfärben oder Gesichtsbehandlungen. <br>Diese Podologen werden nie dazu beitragen den Beruf in seiner Wertigkeit der Öffentlichkeit gegenüber so zu stärken, wie es nötig wäre.<br>Mit der Podologie wurde ein wichtiger Medizinalberuf erschaffen. Lasst es uns bitte so auch öffentlich machen. Es würde niemand auf die Idee kommen, dass der Zahnarzt auch die Haare schneidet obwohl beides ja den Kopf betrifft. Jeder ist in seinem Bereich gefragt. Wer sich verzettelt macht Vieles, aber Alles nur ein „bisschen“<br>Zwischen Podologie und anderen Berufen muss eine klare Trennung sein. Das muss jeder Podologe auch nach außen tragen. Wenn sich Podologen auf ihr Gebiet beschränken und da gut sind, ist jede Praxis so voll, dass gar kein Gedanken für Kosmetikbehandlungen über bleibt. Das wissen auch die Patienten / Kunden. Das gleiche gilt natürlich auch andersherum. Die Kosmetiker(innen) sollten Risikopatienten den Podologen überlassen. Nicht jede Schwiele ist nur ein optisches Problem. Abgesehen davon, dass sich Fußpfleger ohne podologische Ausbildung auf gefährlichen Gebiet bewegen und z.B. im Falle einer Verletzung ohne entsprechenden Versicherungsschutz dastehen. <br></span><span class="fs10lh1-5 ff1"><br></span></p></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 01 Apr 2012 16:06:00 GMT</pubDate>
			<link>http://www.derzeh.de/blog/?pododogie---</link>
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			<title><![CDATA[Hygiene - nötig oder übertrieben? ]]></title>
			<author><![CDATA[Carmen Ball]]></author>
			<category domain="http://www.derzeh.de/blog/index.php?category=Podo-Arbeit"><![CDATA[Podo-Arbeit]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_3r2060mc"><p class="imTALeft"><span class="ff1 cf1 fs20">31.01.2012<br /><br />Hygiene - nötig oder übertrieben? <br /><br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Hi,<br /><br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;heute geht es um die Hygiene in der Fußpflege.<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Was ist wichtig?<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Schaden vom Patienten und vom Behandler fernzuhalten. Da gibt es keinen Zweifel.<br /><br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Erst mal der Behandler. Das bin ja ich. Was soll ich tun?<br /><br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Zuallererst muß ich mich schützen. Das geht auf verschiedenen Wegen:<br /><br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Impfen? ja sicher, auch wenn ich als Freiberufler es aus der eigenen Tasche bezahlen muß.<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Neben den üblichen Verdächtigen wie Tetanus, Masern, Mumps, Röteln etc ist da eben die Hepatitis sehr wichtig. Oft wissen die Leute gar nicht, dass sie Überträger einer Hep sein können, da es schleichende Processe gibt, die den &quot;Erkrankten&quot; eben mal schlapp machen. Meist ist dann die Überlegung einer Erkältung vorn an. Es muß nicht immer die volle Gelbfärbung sein, um Träger zu sein. Am besten beim Hausarzt mal nachfragen welche Impfungen alles wichtig sind, um sich, seine Familie und seine Patienten zu schützen.<br /><br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Das direkte Schützen: Dazu gehört in der Fußpflege ganz in erster Reihe:<br /><br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Händedesinfektion<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Einmalhandschuhe<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Mundschutz<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Baumwollkleidung<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;zum Abschluß noch mal Händedesinfektion <br /><br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Dies sind alles Maßnahmen um MICH zu schützen. Außer der Kleidung wird alles bei jedem Patienten gewechselt.<br /><br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Dann muß ich den Patienten schützen. Dazu braucht es:<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Hautdesinfektion (vor JEDER Behandlung)<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Alles, was ich am Patienten benutze ist entweder ein Einmalprodukt oder es wird sterilisiert und steril aufbewahrt bis zur Benutzung.<br /><br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Ein kurzer Abriss aus meiner Praxis:<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Für jeden Patienten halte ich bereit:<br /><br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Hautdesinfektion<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Händedesinfektion<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wunddesinfektion<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Flächendesinfektion mit den passenden Tüchern<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Einmalhandschuh<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Einmalmundschutz<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Einmalskalpell<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ein sauberes Handtuch<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;sterile Instumente<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nagelzange<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Hautzange<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Sondierinstrument<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Pinzette<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Kleine und große Fräser <br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Verbandsmaterial<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Pflegeprodukte, versch. nach Hauttyp<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;div. Verbrausmaterial für Spangen, Orthosen usw..... <br /><br /><br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Wie ist da der Ablauf?<br /><br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Hände des Behandlers desinfizieren<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Handschuh an<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Handtuch unter die Füße<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Füße desinfizieren<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Füße begutachten und Fußpflege arbeiten - mit Mundschutz<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Füße eincremen<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Strümpfe begutachten<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Schuhe begutachten<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Handschuhe ausziehen<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Hände desinfizieren <br /><br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Wenn der Patient weg ist:<br /><br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Arbeitstisch, Behandlungsstuhl, Behandlerstuhl, Arbeitsfläche, Motor, alle Flaschen, Fußboden mit Wischdesinfektion behandeln<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Einmalprodukte entsorgen<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Instrumente in die Desinfektion, 15 min. im Ultraschall<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;mit fließendem Wasser abspühlen<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;abtrocknen<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;in Steriltüten verpacken<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Im Autoclaven sterilisieren<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Sterilvorgang dokumentieren. <br /><br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Um zügig zu arbeiten, besitze ich Instumente für 20 Patienten.<br /><br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Bei Hausbesuchen wird entsprechend der Koffer mit Flächendesinfektion gereinigt.<br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Für jeden zu besuchenden Patienten wird ein eigenes Besteckset mitgenommen.<br /><br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Und warum das alles:<br /><br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Um mich, meine Familie und die Patienten vor einer Infektion zu schützen.<br /><br /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Über die Risiken, wenn man dies nicht macht, erzähl ich ein anderes mal.<br /> <br /></span><span class="ff1 fs20"><br /></span></p></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 17:05:19 GMT</pubDate>
			<link>http://www.derzeh.de/blog/?hygiene---noetig-oder-uebertrieben--</link>
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			<title><![CDATA[Bin ich als Podologin eigentlich in der Pflege oder nicht?]]></title>
			<author><![CDATA[Carmen Ball]]></author>
			<category domain="http://www.derzeh.de/blog/index.php?category=Gedanken"><![CDATA[Gedanken]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_piwjax6k"><p class="imTALeft"><span class="fs13 cf1 ff1">27.01.2012<br><br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Bin ich als Podologin eigentlich in der Pflege oder nicht?<br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Manchmal ja manchmal nein.<br><br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Zu unterscheiden ist der Bereich:<br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Praxis:<br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Da bin ich selbständig und kümmer mich um die Füße derer, die zu mir kommen können.<br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;In den Altenheimen:<br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Das ist schon verzwickter.<br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Je nach Heim bin ich ein Fremdkörper oder eine willkommene Hilfe.<br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Wenn ich mich auf die Diabetiker mit ärztl. Verordnung kümmer ist alles gut. Ich nehm ja auch keinem was weg. Mach ich aber mehr und verlang auch noch Geld dafür wird die Sache schon schwieriger. Dann mach ich ja meist der konkurrenz, die da (oft aus den eigenen Reihen) sich was dazu verdient.<br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Dazu werd ich aber später mal was bloggen.<br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Genauso in der Hauspflege:<br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Hier der Unterschied mit Verordnung oder ohne. Gerufen über einen Pflegedienst oder vom Patienten selber.<br><br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Was will ich?<br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Dazugehören. Einfach und endlich.<br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Ich habe eine gründliche Ausbildung genossen. Diese wurde ja nicht in die Welt gesetzt, um den Pflegenden was wegzunehmen, sondern das Leben zu erleichtern. Denn es ist bestimmt einfacher einen Patienten zu pflegen, der noch 2 Füße hat und dabei behilflich ist, wenn nach dem Toilettengang die Hose wieder hoch gezogen werden muß als nur mit einem Fuß oder gar ganz ohne.<br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Warum das so ist?<br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Weil die Podologen ihre Hygienestandarts haben, die eine Fußpflegerin oder Angehörige gar nicht einhalten kann. (Das sprengt den 15.-€ Rahmen)<br><br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Das sind mal so meine Einstiegsgedanken.<br><br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;Ich meld mich wieder. <br></span><br></p></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 17:03:00 GMT</pubDate>
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